3. Freiwilligen-Stammtisch in Lienz: Spaziergang der Zuversicht
Der dritte Freiwilligen-Stammtisch begann mit einer besonderen Stadtführung. Der „Spaziergang der Zuversicht“ bot wertvolle Einblicke in die Arbeit sozialer Anlaufstellen für Menschen in unterschiedlichen Notlagen in Lienz.
Den Auftakt bildete die Regionalstelle der Caritas, wo über die vielfältigen Dimensionen von Not und Armut – materiell, psychisch, physisch und soziokulturell – informiert wurde. Zudem wurden die verschiedenen Angebote der Caritas, darunter Sozialberatung, Familienhilfe, Besuchs- und Begleitdienst, youngCaritas und Pfarrcaritas, vorgestellt.
Anschließend führte der Weg zur Notschlafstelle der Tiroler Soziale Dienste (TSD), die von November bis April bis zu zwölf wohnungslosen Menschen eine kostenfreie Übernachtungsmöglichkeit mit Mahlzeiten und Sozialberatung bietet.

Ein weiterer Halt war „Inbus“, wo Daniela Agu über ihr kostenloses Unterstützungsangebot für erwerbstätige, aber dennoch armutsgefährdete Menschen informierte. Vor dem Dolomitencenter wurde auf zwei weitere Institutionen aufmerksam gemacht: die „Mannsbilder“ (kostenlose und vertrauliche Beratung für Männer und Burschen ab zwölf Jahren) und „NEUSTART“ (Bewährungshilfe, Tatausgleich, gemeinnützige Leistungen, Haftentlassenenhilfe und Prozessbegleitung).
Besonders eindrücklich war der Besuch der Teestube im Franziskanerkloster. Hier wird von Dienstag bis Donnerstag zwischen 11.00 und 15.00 Uhr ein konsumzwangfreier Raum mit kostenlosen Getränken und einer Klostersuppe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen angeboten. Der Rundgang führte weiter zum Sozialladen Lienz (SoLaLi). Hier können einkommensschwache Menschen aus ganz Osttirol mit einer Berechtigungskarte kostengünstig Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel erwerben.

Das Frauenzentrum in der Schweizergasse unterstützt Mädchen und Frauen. FLINTA hilft kostenlos bei rechtlichen und sozialen Anliegen. Die vorletzte Station war die Dekanatsjugendstelle, die Jugendlichen eine Plattform bietet, um sich für die Gemeinschaft zu engagieren, z.B. im Rahmen der Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“. Den Abschluss bildete das Bildungshaus Osttirol, das erschwingliche und teilweise kostenfreie Bildungsangebote bereitstellt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten wertvolle Einblicke in die Vielzahl an Einrichtungen, die Menschen in Notlagen unterstützen. Die Begeisterung war groß, und viele werden ihr neu gewonnenes Wissen weitertragen und als Multiplikator:innen wirken. Besonders an einem kalten Wintertag wurde erneut deutlich, wie wichtig warme und sichere Orte für Menschen in Not sind.
Text: Redaktion, Fotos: Regionsmanagement Osttirol