2 Tote bei Lawinenunglück in Heiligenblut

Im Zuge eines Ausbildungskurses der Bergrettung Kärnten wurden am Sonntag, 21. Juni, am Hohen Burgstall fünf Personen von einer Lawine verschüttet, zwei verstarben.
In der Kärntner Gemeinde Heiligenblut ereignete sich am Sonntag, 21. Juni 2015, kurz vor 17.00 Uhr, ein tragisches Lawinenunglück. Ein Bergführer und vier Kursteilnehmer wurden am Hohen Burgstall (2.800 Meter) von einer Lawine verschüttet. Eine der Personen konnte sich nach ca. 30 bis 45 Minuten selbst aus den Schneemassen befreien und einen Notruf absetzen. In der Folge wurden die restlichen Bergrettungsgruppen am Kursstützpunkt alarmiert und zeitgleich sämtliche Bergrettungs-Ortsstellen des Mölltales sowie Lawinensuchhunde aus Kärnten und die Alpinpolizei verständigt.

Die restlichen vier zur Gänze verschütteten Bergrettungsmänner konnten von ihren Kurskameraden mittels Lawinensonde in einer Tiefe von ca. einem Meter geortet und geborgen werden. Trotz Reanimationsversuchen verstarben der 41-jährige Bergführer und Kursleiter sowie ein 24-jähriger Kursteilnehmer – beide stammen aus dem Bezirk Hermagor. Zwei der Verschütteten wurden in die Krankenhäuser nach Lienz und Spittal an der Drau geflogen. Im Einsatz standen insgesamt 66 Einsatzkräfte und drei Lawinensuchhunde der Bergrettungs-Ortsstellen Winklern, Fragant, Kötschach, Lesachtal und Kolbnitz, Beamte der Alpinpolizei, die Rettungshubschrauber C7, RK1 und Martin 1 sowie der Polizeihubschrauber Libelle.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

22. Juni 2015 um