13 Tirolerinnen starteten Ausbildung zur Tagesmutter
Auch eine Osttirolerin begann die Ausbildung zur Tagesmutter im Haus Marillac in Innsbruck. Die Kosten für diese Ausbildung trägt das Arbeitsmarktservice (AMS).
Tagesmütter betreuen Kinder fremder Eltern neben den eigenen Kindern bei sich zu Hause in der Wohnung. Es handelt sich um einen vielseitigen Beruf, der eigenständiges Arbeiten mit Rückhalt eines professionellen Vereins ermöglicht. Die Tagesmütter arbeiten in einem Dienstverhältnis mit sozialrechtlicher Absicherung. Dieser Beruf bietet sich insbesondere auch für Wiedereinsteigerinnen oder für Mütter (oder Väter) mit bereits größeren oder erwachsenen Kindern an.
Der gemeinnützige Verein „Frauen im Brennpunkt“ und die „Aktion Tagesmütter“ der Diözese Innsbruck starteten am Mittwoch, 16. September 2015, wieder mit einem Lehrgang. Zur Ausbildung, die zwei Mal im Jahr angeboten wird, melden sich regelmäßig zahlreiche Teilnehmerinnen, nur zwischen zehn und fünfzehn können aufgenommen werden. „Dieser besondere Beruf erfordert viel Erfahrung im Zusammenleben mit Kindern, einen gelebten liebevollen Erziehungsstil, aber auch Belastbarkeit und Flexibilität. Zudem muss die Wohnung kindgerecht sein“, erklärt dazu Mag. Angelika Preßlauer, Sozialpädagogische Leiterin der Tagesmütter bei „Frauen im Brennpunkt“.
Da die Ausbildung über das AMS finanziert wird, darf während des Kurses kein aufrechtes Dienstverhältnis vorliegen. Bis 17. Dezember werden sich die 13 Teilnehmerinnen des neuen Kurses – darunter eine Frau aus Osttirol – mit den Themen Pädagogik, Entwicklungspsychologie, Kommunikation, Gesundheit usw. intensiv beschäftigen. Zwei Wochen Praktikum bei einer erfahrenen Tagesmutter runden die Ausbildung ab, die insgesamt 300 Unterrichtseinheiten umfasst. Sie wird mit schriftlichen Abschlussarbeiten und einem kommissionellen Fachgespräch abgeschlossen und ist mit dem Gütesiegel des Bundesministeriums für Familien und Frauen ausgezeichnet.
Die Tagesmütter erhalten für ihre Betreuungstätigkeit ein Entgelt. Für Eltern, die ihre Kinder bis zum 14. Lebensjahr zu einer Tagesmutter bringen, gibt es – sozial gestaffelt – finanzielle Unterstützung durch die Abteilung JUFF des Landes bzw. beim AMS.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Frauen im Brennpunkt


