Innsbrucker Hofburg zeigt Walchegger-Werke

Bis Mittwoch, 4. Dezember, sind in 6 Räumen der Innsbrucker Hofburg 30 Bildwerke des Osttiroler Künstlers Franz Walchegger ausgestellt – großes Interesse bei Eröffnung.

In einer großen Schau waren im heurigen Sommer im neu adaptierten Westtrakt von Schloss Bruck in Lienz Werke des Osttiroler Künstlers Franz Walchegger zu sehen. Walchegger wird von vielen Kunstkennern als der bedeutendste Maler neben Albin Egger-Lienz bezeichnet, den der Bezirk Osttirol je hervorgebracht hat. Am Freitag, 8. November 2013, wurde im Foyer der Innsbrucker Hofburg die Ausstellung „Franz Walchegger (1913 – 1965) – Die Bildsprache als Reflexion von Zeitgeist und Seele“ eröffnet. Burghauptmann HR Mag. Reinhold Sahl und die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik nahmen die Eröffnung vor. Neben zahlreichen Osttirolerinnen und Osttirolern nahmen viele Kunstinteressierte an der Vernissage teil, die mit dem vielfältigen Werk Franz Walcheggers einerseits schon vertraut waren, aber andererseits die Gelegenheit nützten, diesen Maler für sich neu zu entdecken.

walcheggerhofburg2

In sechs Räumen der Hofburg sind bis 4. Dezember 2013 naturalistische Porträts, Figurenstaffagen und figurative Abstraktionen, die Walchegger ab Ende der 1950er-Jahre bis zu seinem frühen Tod 1965 geschaffen hat, sowie Kompositionsbilder – z.B. „Im Grünen” – zu sehen. Das älteste Bild der Schau ist Walcheggers Selbstporträt aus dem Jahr 1943, das jüngste „Die Schauspielerin”, aus dem Jahr 1964. Auch zahlreiche Studienblätter beinhaltet die Ausstellung.

walcheggerhofburg1

Mag. Eleonara Bliem-Scolari hat sich umfassend mit dem Werk Franz Walcheggers beschäftigt und die Monografie „Franz Walchegger (1913 – 1965) – Die Bildsprache als Reflexion von Zeitgeist und Seele“ verfasst.

 

Bereits bei der Ausstellungs-Eröffnung in Lienz hat Mag. Eleonara Bliem-Scolari ihre Monografie zum Leben und Werk Franz Walcheggers vorgestellt. Walchegger ist mit seiner abstrahierten expressionistischen Kunst in Farbe und Form über die Grenzen seiner Zeit hinausgegangen. Er hat sehr starke Kontraste gesetzt, die außer in der Avantgarde damals nicht üblich waren”, beschreibt die Kunsthistorikerin Walcheggers Werk.

Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 4. Dezember 2013, täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Eleonora Bliem-Scolari

 

 

 

 

 

 

 

13. November 2013 um