Tradition trifft Innovation: „Neues wagen, aber Altes wahren“

Diese Botschaft wurde dem Publikum an zwei besonderen Konzertabenden im Tauerncenter in Matrei vermittelt. Das Gemeinschaftssprojekt der beiden Gemeinden Kals und Matrei war ein voller Erfolg.

Hunderte musikbegeisterte Menschen folgten der Einladung der heimischen Klangkörper, die sich vom Ansturm „überwältigt“ zeigten. Schließlich ist ein ausverkauftes Tauerncenter an zwei aufeinanderfolgenden Abenden mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit! Die Trachtenmusikkapelle Kals unter der Leitung von Martin Gratz und die Musikkapelle Matrei mit Kapellmeister Marco Rainer präsentierten sich von der innovativen Seite. Die Tradition wurde vom unvergleichlichen Sound der legendären Tanzkapellen Alt Matreier Tanzmusik und der Großglocknerkapelle Kals zum Ausdruck gebracht.

 

Im Bild v.l.n.r.: Marco Rainer, Julia Lindsberger, Jacob de Haan, Peter Girstmair sowie Martin Gratz

 

Bei freien Improvisationen der beiden Kapellen wurde visuell wie musikalisch auf historische Ereignisse (der Brand 1897 in Matrei sowie die Hochwasserkatastrophe 1966 in Kals) Bezug genommen und eine besondere Klanginszenierung dargeboten. Auf sehr kreative Art und Weise konnte der Saxophonist Peter Girstmair, gemeinsam mit den beiden Musikkapellen und mit Unterstützung durch einen digitalen Sound, sein Können beim Titel „ Neue Wege“ unter Beweis stellen.

 

 

Den musikalischen Höhepunkt bildete ein vom holländischen Komponisten Jakob de Haan komponiertes Auftragswerk, das von allen Akteuren gemeinsam uraufgeführt wurde. Der internationale renommierte Komponist war selbst anwesend und lauschte den Klängen der von ihm verarbeiteten Melodien der Werke „Gruß an Schloss Weißenstein“ und „Meine Heimat ist Tirol“. Julia Lindsberger sorgte mit ihrer bezaubernden Stimme beim „Glocknerjodler“ und bei „Meine Heimat ist Tirol“ für Gänsehaut-Feeling.

 

 

Uraufgeführt wurde auch der Marsch „Ein g’standener Tiroler”, den Hansl Klaunzer zu Ehren des erst kürzlich verstorbenen Osttiroler Musikers und Komponisten Florian Pedarnig komponierte. Ton, Film und Technik wurden von der Firma Sound Service professionell umgesetzt. Die Veranstalter bedanken sich bei allen Mitwirkenden und bei den zahlreichen Sponsoren, ohne die das Großprojekt in dieser Art und Weise nicht möglich gewesen wäre.

 

Text und Fotos: © Musikkapelle Matrei i.O.

29. Oktober 2022 um