Osttiroler Kulturspur: „Kulturgestöber & Abendbrot” war ein voller Erfolg

Sieben Veranstalter haben am Freitagabend, 21. Oktober, auf lokale Kunst- und Kulturschätze aufmerksam gemacht – auch auf bislang wenig beachtete.

Rundum zufriedene Gesichter gab es an den sieben Schauplätzen von „Kulturgestöber & Abendbrot“. Das Pilotprojekt des Kulturnetzwerkes „Osttiroler Kulturspur” hatte sich zum Ziel gesetzt, Kunst- und Kulturschätze, die der Öffentlichkeit wenig bekannt sind, in den Fokus der lokalen Bevölkerung zu rücken.

 

In Sillian öffnete das Kinomuseum seine Türen.

 

In Obertilliach wurde eine stimmungsvolle Führung durch den Ort mit Nachtwächter Josef Lugger angeboten, in Sillian hatte das Kinomuseum seine Türen geöffnet, in Heinfels führte Peter Leiter zu abendlicher Stunde durch die Burg. Die Kunstwerkstatt Lienz lud zur Vernissage der Ausstellung „Vom Himmel gefallen“, das Tiroler Photoarchiv TAP präsentierte Frauenbilder aus Lienz, und Harald Stadler veranstaltete ein wissenschaftliches Kolloquium zur Rolle der Slawen in Osttirol.

 

Viele BesucherInnen erkundeten die Kulturschätze der St. Nikolauskirche in Matrei.

 

In Matrei in Osttirol hatten die BesucherInnen und Besucher die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre der Nikolauskirche zu erspüren und gleichzeitig mehr über deren großen kunsthistorischen Wert zu erfahren. „Die Bandbreite der Veranstaltungen zeigt, wie vielfältig und breit Kultur gedacht werden kann“, erklärte Christian Waltl, Geschäftsführer der Osttiroler Kulturspur.

 

In der Wirtschaftskammer in Lienz fand ein wissenschaftliches Kolloquium über die Rolle der Slawen in der Region statt.

 

Gemeinsam war allen Veranstaltungen das Abendbrot. Denn Essen und Trinken hält nicht nur Leib und Seele zusammen, wie der Volksmund sagt, sondern eröffnet auch interessante und gemütliche Gespräche. „Wenn die Menschen vor Ort über ihre Kulturschätze Bescheid wissen und darauf stolz sind, lässt sich in weiterer Folge auch ein kulturtouristischer Nutzen daraus generieren“, sagt Christian Steininger, der Obmann der Osttiroler Kulturspur.

 

Das Tiroler Photoarchiv TAP präsentierte Frauenbilder aus Lienz.

 

Viele BesucherInnen sind auch Vermieter oder Gastgeber und transportieren das Wissen und die Wertschätzung ihrer Kulturschätze dem Gast weiter. Dementsprechend soll das Veranstaltungsformat 2023 in die nächste Runde gehen, wenn möglich mit weiteren Gemeinden, die ihre Kulturschätze präsentieren.

 

 

„Es stimmt mich sehr positiv, dass die Veranstaltungen so gut angenommen wurden. Das motiviert uns, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Osttirol ist reich an Kulturschätzen, und wie man am Freitagabend gesehen hat, birgt sich darin ein nicht zu unterschätzender Entwicklungsfaktor für die Region“, freut sich Waltl über den gelungenen Auftakt des Veranstaltungsformats.

 

In der Kunstwerkstatt Lienz wurde die Ausstellung „Vom Himmel gefallen“ eröffnet.

 

Text: Redaktion, Fotos: Osttiroler Kulturspur

25. Oktober 2022 um