Kulturgestöber & Abendbrot 2024: Kultur sichtbarer machen
Das Veranstaltungsformat „Kulturgestöber & Abendbrot” findet im heurigen Jahr vom 3. bis 6. Oktober statt. Es ist Osttirols bemerkenswerter Beitrag zur „Langen Nacht der Museen”, die österreichweit am 5. Oktober stattfindet.
So bunt wie der Herbst als Jahreszeit ist, so vielfältig und abwechslungsreich präsentieren sich auch heimische Kultureinrichtungen im Rahmen von „Kulturgestöber & Abendbrot”. Die Vielfalt der Kultur auf dem Land zeigt sich nicht nur in der Pflege des Brauchtums, sondern in einem Mix aus Erzählungen, Mythen und besonderen Schätzen der regionalen Geschichte. „Darauf können wir auch stolz sein“, betont Kulturspur-Obmann Peter Leiter. Er ist überzeugt, dass Kultur das Salz in der Suppe ist, welches Alltägliches zu etwas Besonderem macht. Das Veranstaltungsformat „Kulturgestöber & Abendbrot” wurde von der Osttiroler Kulturspur ins Leben gerufen und ist der heimische Beitrag zur Langen Nacht der Museen. Vom 3. bis 6. Oktober 2024 steht den Besucher*innen eine Reihe von besonderen Veranstaltungen offen.

Der Fotoclub Lienz präsentiert in der Kunstwerkstatt Lienz eine Best of-Ausstellung, im Miniaturmuseum Dölsach gibt es Abendführungen zur Ausstellung über die „Streuobstwiese als Schatzkammer“.


Auf Burg Heinfels begeben sich die Besucher*innen mit dem paranormalen Ermittler Michael Amlacher auf Spurensuche nach unerklärlichen Phänomenen auf der Burg und in Obertilliach streift Nachtwächter Josef „Jolly“ Lugger mit Laterne und Hellebarde durch den Ort. Danach führt Gernot Vinatzer durch das Kutschen- und Heimatmuseum Obertilliach und lädt zum Abendbrot.

Im Museum Aguntum erzählt Kulturvermittler Hannes Rohracher antike Sagen und Mythen von Aeneas bis Herkules. Tags darauf führt Rohracher als Nachtwächter durch die Altstadt von Lienz.

Im Drauforum Oberdrauburg liest Christian Moser-Sollmann sprachlich gewandt und mit viel Witz aus seinem Buch „Noble Lügen“.

Hotspot des Kulturgestöbers ist dieses Mal die Marktgemeinde Sillian. Zunächst gibt es einen Abendspaziergang durch die Geschichte von Sillian mit Arthur Bucher. Am Samstag führen Martin Kofler vom Tiroler Photoarchiv (TAP) und Walter Hopfgartner vom Baubezirksamt Lienz in komprimierter Form durch die Ausstellung „Die Drau und Sillian. Hochwasserschutz 1764 – 2024“.

Komprimiert deshalb, weil es gleich anschließend im Foto- und Kinomuseum eine Vorführung von alten Schwarzweiß-Filmen gibt.

Den Abschluss des diesjährigen Kulturgestöbers macht Schloss Bruck – auf einem Stadtspaziergang präsentiert Kunsthistorikerin Eleonora Bliem-Scolari meist unentdeckte Kunstschätze in der Sonnenstadt. Das Finale aller Veranstaltungen ist ein gemeinsames Abendbrot, bestehend aus Butterbrot und Wein.
Kulturspur-Geschäftsführer Christof Schett hebt den Wert des gemeinsamen Auftritts hervor. „Auf diese Weise erhöhen wir die Sichtbarkeit der Kulturbetriebe und Kulturakteure. Osttirol ist nämlich nicht nur ‚dein Berg Tirol‘, sondern auch ‚dein Kultur Tirol‘“, so Schett. Alle Infos zum Programm finden Interessierte unter https://osttiroler-kulturnetzwerk.at/kulturgestoeber-abendbrot-2024
Text: Redaktion, Fotos: Regina Unterguggenberger, Peter Leiter, Elias Bachmann, Tiroler Photoarchiv (TAP), Wolfgang Retter