Walcheggers expressive Kunst auf Schloss Bruck
Zum hundertsten Geburtstag von Franz Walchegger (1913-1965) zeigt das Museum Schloss Bruck seine Werke – Eröffnung am Donnerstag, 20. Juni 2013.
Die erste Ausstellung im neu umgebauten und adaptierten Westtrakt von Schloss Bruck widmet sich Franz Walchegger (Selbstporträt 1947, links), der neben Albin Egger-Lienz zu den bedeutendsten aus Osttirol stammenden Malern des 20. Jahrhunderts gezählt werden darf. Am 1. April 1913 in Lienz geboren und nach dem Lehrabschluss als Maler und Anstreicher besuchte er von 1933 bis 1935 die Mal- und Zeichenschule von Toni Kirchmayr in Innsbruck und danach die Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Zweiten Weltkrieg erhielt er als Kriegsmaler zahlreiche Aufträge für Wandgemälde. Der Künstler war unter anderem Mitinitiator des „Künstlerringes Osttirol“, des „Akademischen Künstlerbundes Osttirol“ und der Städtischen Galerie in Lienz. Bis zu seinem frühen Tod 1965 lebte Walchegger in Matrei in Osttirol.
Die Ausstellung zu Walcheggers hundertstem Geburtstag mit Werken aus öffentlicher Hand und aus Privatbesitz soll dazu beitragen, seine wichtige Position in der österreichischen Kunstgeschichte zu verdeutlichen. In seinen Bildern, Studien und Zeichnungen werden Walcheggers Individualität in der Darstellung und sein starker kompositorischer Wille in der Malerei deutlich. Seine vorrangigen Motive waren Leben und Tod, Familie sowie die Beziehung zwischen Mann und Frau.
Masken – Bindertechnik auf Weichfaserplatte 1965 (Privatbesitz)
Bei der Ausstellungs-Eröffnung am Donnerstag, 20. Juni 2013, um 19.00 Uhr, wird auch die Monografie „Franz Walchegger (1913-1965) – Die Bildsprache als Reflexion von Zeitgeist und Seele“ präsentiert. Die Ausstellung „Franz Walchegger – Malerei im Zeichen der Klassischen Moderne“ ist von 21. Juni bis 4. August 2013, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, geöffnet.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Museum Schloss Bruck
