Dölsach: Heschlo kehrt mit kraftvollem Bilderzyklus „Entkreuzigung“ zurück
Nach langer Abwesenheit aus zutiefst persönlichen Gründen startet der Osttiroler Künstler Hans Mair mit einer Ausstellung im Tirolerhof in Dölsach neu durch – Eröffnung am 28. Mai.
Heschlo, mit bürgerlichem Namen Hans Mair, begnadeter Maler, Autodidakt und Lebemensch, kehrt zurück. Nach vielen Jahren der Irrwege wagt der bekannte Künstler mit seinem aus 21 Bildern bestehenden Zyklus „Entkreuzigung“ einen Neuanfang.
Hans Mair kam am 4. September 1958 in Kolbenhaus, einem aus nur vier Häusern bestehenden Weiler im Asslinger Ortsteil Schrottendorf, zur Welt und wuchs gemeinsam mit zwölf Geschwistern auf dem Bauernhof vulgo „Mittra“ auf.
Schon als Kind zog es ihn zur Kunst hin. Die Liebe dazu hat er wohl von seinem Vater geerbt, der ein begnadeter Schnitzer, vor allem von Krippenfiguren, war. Heschlo zeichnet ein ausgesprochen lebendiges Gefühl für Farben und Kontraste aus. Seine Werke sind der abstrakten Malerei zuzurechnen und bestechen primär durch den Fokus auf Linien und Flächen. Besonders hervorzuheben sind die unverwechselbaren Farbkombinationen und die Vielfältigkeit der Motive.

Nach einer sehr turbulenten Zeit, in der er auch Opfer seiner Spiel- und Alkoholsucht wurde, wie er selbst ganz offen sagt, will Heschlo mit seiner Ausstellung „Entkreuzigung” vermitteln: „Es ist nie zu spät, umzukehren, einen Neuanfang zu wagen und seine Kreativität auszuleben.”
„Das Thema ,Entkreuzigung‘ beschreibt für mich nicht das Kreuz Christi, sondern jenes aller Menschen, die durch ihre Lebensumstände Opfer von Alkohol, Spielsucht, Drogen und die daraus resultierenden finanziellen Probleme ihr Kreuz zu tragen haben und die mit Mut und Entschlossenheit einen Neuanfang wagen wollen“, erklärt Heschlo.
Ausstellung „Entkreuzigung“
Eröffnung: Dienstag, 28. Mai 2024, 19.00 Uhr, Tirolerhof in Dölsach
Die Ausstellung ist bis Ende Juli 2024 geöffnet.
Text: Redaktion, Fotos: Martin Lugger