Kräftiger Kulturimpuls aus dem Oberpinzgau faszinierte mit Qualität und Raffinesse
Vor insgesamt rund 700 Besuchern ging am Wochenende vom 30.9. bis 2.10.2022 das Festival Hohe Tauern an verschiedenen Schauplätzen im Oberpinzgau über die Bühne.
„Es ist gelungen, ein starkes kulturelles Signal aus dem Pinzgau zu senden. Wir werden diese Veranstaltung dank unserer Sponsoren und der Unterstützung des Regionalverbandes Pinzgau als Musikfestival der besonderen Art etablieren, das durch Qualität und Raffinesse überzeugt. Unser Anspruch ist es, Volkskultur mit Klassik auf höchstem Niveau zu verbinden“, so Intendant Martin Pichl. Rubén Dubrovsky, der künstlerische Direktor des Festivals und Leiter des Bach Consort Wien sowie designierter Chefdirigent des Münchner Gärtnerplatztheaters, konzertierte mit der Kammerphilharmonie Hohe Tauern, dem „Festival-Orchestra in Residence“ und Musikerinnen und Musiker aus der Region.
Im Bild Peter Schweiger, Thomas Ellmauer und Rubén Dubrovsky
Schubertiade mit Michael Schade und Solisten der Meisterklasse zum Auftakt
Das Auditorium des Schlosses Mittersill war bis auf den letzten Platz gefüllt. Kammersänger Michael Schade verzauberte mit Charme und Sympathie. Am Bösendorfer begleitete ihn der international gefragte Pianist Justus Zeyen. Auch die Absolventen der von Schade geleiteten Meisterklasse, begleitet am Konzertflügel von der US-Amerikanerin Lisa Gonnella, begeisterten das Publikum und überraschten mit einem traditionellen Volkslied aus Kärnten zum Abschluss des Konzertabends.
Kammersänger Michael Schade
KünstlerInnen der Schubertiade im Schloss Mittersill
Junge Solisten aus der Meisterklasse von Michael Schade
Das Festkonzert in der Pfarrkirche Mittersill
Ebenfalls bestens besucht war das Festkonzert in der Pfarrkirche Mittersill. Statt Sopranistin Nikola Hillebrand, die auf Grund einer Erkrankung ausfiel, brillierte die junge Mezzosopranistin Patricia Nolz, die kurzfristig von der Wiener Staatsoper freigegeben wurde, mit der Kammerphilharmonie Hohe Tauern unter der Leitung von Rubén Dubrovsky. Der Kinderchor Kunderbunt leitete von der traditionellen Volkskultur mit der kleinen Nachtmusik zu Mozarts Symphonie Nr.40 in g-Moll über. Klangqualität und Akustik in der Kirche waren beeindruckend und ein Erlebnis für sich.
Solisten Praticia Nolz mit der Kammerphilharmonie Hohe Tauern
Die wunderschön beleuchtete Pfarrkirche beim Festival Hohe Tauern Konzert
Der Kinderchor Kunderbunt
Im Bild Florian Fletschberger, Alina und Peter Schwaiger vom Hornemseble
Weyerhof – Traditionelle Volksmusik garniert mit kulinarischem Hochgenuss
Gemütliche Wirthausatmosphäre mit authentischen Volksweisen standen am Programm der Sonntags-Matinee im Boutiquehotel Weyerhof in Bramberg. Herren der Liedertafel Mittersill, Damen des Vokal-Ensembles Dreiklang, die Familienmusik Kalcher sowie ein Weisenduo wechselten sich mit ihren Darbietungen ab. Eine einzigartige Kombination alpenländischer Weisen, zu der auch kulinarische Leckerbissen besonders mundeten.
Feinster Jazz im Samerstall
Einfach nur überwältigend war das Konzert von BreinSchmidGansch am Sonntagabend im Samerstall zu Niedernsill. Das ungewöhnlich besetzte Trio mit Georg Breinschmid (Kontrabass), Benjamin Schmid (Violine) und Thomas Gansch (Trompete) verzückte mit Extravaganz und faszinierender Virtuosität.
Ein voller Samerstall beim Konzert von BreinSchmidGansch
Drei außergewöhnliche Musiker Georg Breinschmid (Kontrabass), Benjamin Schmid (Violine) und Thomas Gansch (Trompete)
Text: Redaktion, Fotos: © Festival Hohe Tauern/Franz Reifmüller