„Aguntum – Der Film“ ab sofort in der Römerstadt

Der Film über die alte Römerstadt Aguntum ist ab sofort im Museum und im Grabungshaus in Dölsach zu sehen. Auch eine neue Homepage wurde erstellt. Dr. Leo Gomig, Obmann des Vereines Curatorium pro Agunto, berichtete am Dienstag, 18. Juni 2013, über zahlreiche Neuerungen in der alten Römerstadt im Gemeindegebiet von Dölsach. „Seit der Vereinsgründung haben wir 13 Mio. Euro in Aguntum investiert, und es freut mich ganz besonders, dass wir mit heutigem Tag schuldenfrei sind“, berichtete Gomig. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in der einstigen Römersiedlung, die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. von Kaiser Claudius zur Stadt erhoben wurde, Grabungen durchgeführt; 1 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche wurden bisher geschaffen. Der Vereinsobmann präsentierte zu Beginn der Sommersaison zwei Schwerpunkte der vergangenen Monate – den neuen Film über Aguntum und die neu gestaltete Homepage. Alexander Schöffmann hat die Website erstellt, die in Kürze online gehen wird. Auf Touchscreens im Museum wird man sich in Zukunft Hintergrundinformationen zu den gezeigten Schaustücken aus dem Worldwide Web herunterladen können. „Wir nutzen verstärkt auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, um Aguntum noch bekannter zu machen“, so Gomig.

„Aguntum – Der Film“ wurde von DI (FH) Lukas Jungmann erstellt, Hannes Rohracher hat gemeinsam mit Experten des Instituts für Archäologien der Uni Innsbruck den Text konzipiert. Im 17-minütigen Video wird das Leben in Aguntum, wie es vor rund 2000 Jahren ausgesehen haben könnte, nachgestellt. Die Gebäude der Stadt sind ebenso zu sehen wie ihre Bewohner mit der Kleidung von damals. Außerdem werden im Film Fundstücke – wie etwa eine Parfumflasche oder Nähzeug – gezeigt und beschrieben. Jungmann hat im vergangenen Jahr rund drei und heuer 1½ Monate am Film gearbeitet, zu sehen ist das Ergebnis ab sofort im Museum und im Grabungshaus von Aguntum auf großen Videowalls. „Wir haben jetzt ein perfektes Mittel, wie wir vor allem auch einem jüngeren Publikum das Leben in der ehemaligen Römersiedlung sowie die Ausgrabungen und Fundstücke anschaulich zeigen und die kulturhistorische Bedeutung von Aguntum in leicht verständlicher Weise erklären können“, zeigte sich Obmann Leo Gomig begeistert von Lukas Jungmanns Arbeit.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Journal/L. Sulzenbacher

19. Juni 2013 um