Weg für Heim in Nußdorf-Debant ist geebnet

LR Reheis erachtet in einem Schreiben an den Gemeindeverband Bezirksaltenheime Lienz den Neubau eines Wohn- und Pflegeheimes in Nußdorf-Debant als zweckmäßig und sinnvoll.

„Nachdem LR Gerhard Reheis die Errichtung von 90 Wohn- und Pflegeheimplätzen in der Marktgemeinde Nußdorf-Debant als zweckmäßig, sinnvoll und mit dem Strukturplan Pflege vereinbar einstuft, kann mit den Detailplanungen endlich begonnen werden“, freute sich die Lienzer Bürgermeisterin und Obfrau des Gemeindeverbandes Bezirksaltenheime Lienz, DI Elisabeth Blanik, am Dienstagvormittag.  Das Schreiben aus dem Landhaus vom 24.9.2012 sieht Blanik als ausdrückliche Zustimmung zum Bau eines Heimes in Nußdorf-Debant, zum Umbau des Heimes in Lienz  und zur Schaffung von zusätzlichen fünf Pflegeplätzen im Wohn- und Pflegeheim in Matrei. In fünf Arbeitssitzungen wurde seit Jänner 2012 ein umfangreiches Projekt für den sinnvollen und zweckmäßigen Ausbau der Versorgungsstrukturen im Bezirk erarbeitet – beteiligt waren Vertreter der Gemeinden, der Wohn- und Pflegeheime, der Sozial- und Gesundheitssprengel und der niedergelassenen Ärzte. Die ersten Ergebnisse betrafen aufgrund der Dringlichkeit den stationären Bereich, im Bezirk warten derzeit rund 70 Personen auf einen Heimplatz. „Das Land Tirol gibt dem Neubau von Heimplätzen nur mehr seine Zustimmung, wenn Einigkeit in der Region herrscht, deswegen war die Beschlussfassung im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz vom 6. Juli 2012 so wichtig“, erklärte Verwalter und Heimleiter Franz Webhofer. Die Osttiroler BürgermeisterInnen stimmten bei dieser Konferenz einstimmig für den Bau eines Wohn- und Pflegeheimes in Nußdorf-Debant.

Freude herrscht über Post aus dem Landhaus. Jetzt hoffen Meier, Blanik und Webhofer, dass im Herbst 2013 mit dem Neubau in Nußdorf-Debant begonnen wird.

Freude herrscht über Post aus dem Landhaus. Jetzt hoffen Meier, Blanik und Webhofer, dass im Herbst 2013 mit dem Neubau in Nußdorf-Debant begonnen wird.

„Da nur 1 200 neue Plätze für Tirol im Strukturplan vorgesehen sind, der Bedarf bei Fortschreiben der Bedarfsplanung jedoch bei rund 2 700 in den nächsten zehn Jahren liegt, ist ein regelrechter Wettbewerb unter den einzelnen Regionen entstanden“, so Webhofer. Tatsächlich hat Osttirol von allen Tiroler Bezirken den zweitschlechtesten Versorgungsgrad bei der stationären Pflege, jedoch den besten bei mobilen Betreuungs- und Pflegedienstangeboten. Auch beim Angebot für die Kurzzeitpflege weist Osttirol mit je zwei Plätzen in Lienz und Matrei und einem Platz in Sillian eine eklatante Unterversorgung auf. „Für die Übergangs- und Entlastungspflege ergibt sich bei Ausbau der häuslichen Pflege ein immer höherer Bedarf“, betont Webhofer. Eine Modellstation für Kurzzeitpflege befindet sich im Krankenhaus Schwaz. „Beim Ausbau dieses Bereiches arbeiten wir eng mit dem Bezirkskrankenhaus Lienz zusammen“, so der Heimleiter. Er hofft, dass mit dem Bau des zwölf Mio. Euro teuren Projektes  in Nußdorf-Debant nach einer Vorlauf- und Projektierungsphase im Herbst 2013 begonnen werden kann. „Wenn wir mit einer Bauzeit von 1,5 Jahren rechnen, könnten wir – so alles gut geht – frühestens im Sommer 2015 in das neue Wohn- und Pflegeheim einziehen“, zeigte sich Franz Webhofer abschließend optimistisch.

Text und Fotos: Raimund Mühlburger

25. September 2012 um