Tollwutimpfaktion für Füchse vor Abschluss
Kommenden Montag, 17. September 2012, beginnt in Teilen Osttirols letztmalig eine groß angelegte Tollwutimpfaktion für Füchse. Die Gefahr dabei für den Menschen ist sehr gering.
Rund 16 000 Impfköder werden in den an Italien angrenzenden Gebieten von einem Flugzeug abgeworfen. Seit 2009 wurde diese Aktion zwei Mal pro Jahr durchgeführt. Im heurigen Herbst findet in Osttirol die vorläufig letzte Impfaktion für Füchse statt, wodurch auch andere frei lebende Tiere und Haustiere vor einer Tollwutinfektion geschützt werden sollen. Am Aufbau eines wirksamen Impfschutzes haben auch Kärnten und Italien mitgewirkt. Dort wurden ähnliche Aktionen durchgeführt.
In folgenden Osttiroler Gemeinden wird die Fuchspopulation vorläufig letztmalig geimpft: Abfaltersbach, Amlach, Anras, Assling, Außervillgraten, Innervillgraten, Kartitsch, Lavant, Leisach, Obertilliach, Sillian, Strassen, Tristach, Untertilliach und Heinfels. Die 20 Gramm schweren Köder bestehen aus einer Kapsel, die den Impfstoff enthält, und einer einhüllenden Masse aus Rindertalg und Fischmehl mit graubrauner, schokoladeähnlicher Farbe.
Die erfahrenen Piloten haben den Auftrag, die Köder nicht direkt über Häuser, Straßen und Plätze abzuwerfen. Es kann jedoch vorkommen, dass Köder auch in bewohntes Gebiet fallen. In diesem Fall sollten sie mit einem Plastikhandschuh aufgenommen und in den Tierkörpersammelstellen der jeweiligen Gemeinde abgegeben werden.
Eine Aufnahme der Impfköder durch Haustiere ist ungefährlich, kann aber bei Verschlucken der Aluminiumkapseln zu Problemen im Magen-Darm-Trakt der Tiere führen. Vor allem Hundebesitzer sind daher aufgefordert, ihre Vierbeiner in den Auslagegebieten an die Leine zu nehmen. Auch sollte der Tollwutimpfstatus der Tiere überprüft werden und bei nicht entsprechend geschützten Hunden die Impfung nachgeholt werden. Die Gefahr für den Menschen ist sehr gering. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass eine Kapsel platzt und der Impfstoff in Kontakt mit den Schleimhäuten oder mit offenen Wunden kommt, wird empfohlen, einen Arzt oder ein Krankenhaus zu kontaktieren.
Information der Bezirkshauptmannschaft Lienz unter: http://www.tirol.gv.at/bezirke/lienz/index/vorbeugende-impfung-der-fuechse-gegen-tollwut
Text: Redaktion, Foto: clipart, Land Tirol


