Osttirol ist Vorreiter in der mobilen Pflege

Immer mehr Menschen wollen zu Hause ihren Lebensabend verbringen. Deshalb baut das Land Tirol die mobile Pflege stark aus. Osttirol nimmt eine Vorreiterrolle ein.

In den letzten drei Jahren wurden die Leistungen tirolweit um durchschnittlich rund 30 000 Pflege- und Betreuungsstunden pro Jahr ausgebaut. „Das Land Tirol und die Tiroler Gemeinden ziehen an einem Strang, wenn es um die Versorgung unserer älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen geht. Alle Menschen, die in Tirol Pflege benötigen, werden diese auch bekommen“, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Vorreiter in der mobilen Pflege ist Osttirol. Allein von 2009 bis 2013 ist der Anteil der mobil gepflegten Personen von 720 auf 888 Personen gestiegen. Das ist mit Abstand der höchste Wert in ganz Tirol. Auch in der Intensität der Betreuung liegt der Bezirk Lienz vorne. Pro gepflegter Person werden in Osttirol pro Jahr rund 156 Stunden aufgewendet, im Tirolschnitt sind es 94 Stunden (im Jahr 2013). Damit beträgt der Nettoaufwand in der mobilen Pflege pro Einwohner 74 Euro, mehr als das Doppelte des landesweiten Durchschnitts (32 Euro). Damit weist Osttirol den absoluten Spitzenwert bei der mobilen Pflege innerhalb aller Tiroler Bezirke auf.

Facts Bezirk Lienz:
Leistungsstunden (ohne Wegzeiten)
2010: 87 694
2013: 121 134

Betreute Personen
2010: 720
2013: 888

Leistungsstunden pro gepflegter Person (ohne Wegzeiten)
2010: 121,80
2013: 136,41

Gepflegte und betreute Person pro 1000 Einwohner
2010: 14,44
2013: 18,10

Text: Redaktion, Symbolfoto: Photographee-eu-Fotolia

19. März 2014 um