ÖRK Osttirol: Bilanz der Menschlichkeit
Rückblick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr 2012 am Freitagabend, 24. Mai 2013, in der Bezirksstelle Osttirol des Österreichischen Roten Kreuzes in Lienz. Dass das Österreichische Rote Kreuz Osttirol weit mehr leistet als den Rettungsdienst, dass man im Jahr des 75-jährigen Bestehens von viel Elan und jungem Geist geprägt ist und sich auf viele engagierte MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche verlassen kann, dies wurde bei der Generalversammlung am 24. Mai in der Bezirksstelle Osttirol deutlich vor Augen geführt. In Zahlen ausgedrückt bedeutete dies für das vergangene Jahr 11 106 qualifizierte Krankentransporte, 5 196 Rettungseinsätze und 3 909 Vereinstransporte mit 7 609 transportierten Patienten. 1 133 Einsätze zählte man in den bodengebundenen Notarztsystemen im Bezirk, davon 740 im NA-System Lienzer Talboden, 191 im NA-System Hinteres Iseltal & Defereggental und 202 im NA-System Osttiroler Oberland. Hinzu kamen u.a. 81 Ambulanzdienste, 63 Einsätze der Krisenintervention und 23 bei Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen sowie 201 First-Responder-Einsätze (44 First-Responder mit 27 Defibrillatoren). 525 MitarbeiterInnen waren mit Stichtag 31.12.2012 beim Österreichischen Roten Kreuz Osttirol tätig, davon 297 Freiwillige, 31 hauptberuflich Angestellte und 33 Zivildiener im Rettungs- und Krankentransport. Im Gesundheits- und Sozialdienst sicherten bis zu 150 und im Katastrophenwesen (technische Gruppe) 20 Personen ausgezeichnete Arbeit. Wie wichtig die ehrenamtliche Mitarbeit im Rahmen des ÖRK Osttirol ist, lässt sich anhand folgender Zahlen ersehen: 100.080 von Freiwilligen geleistete Stunden, davon 63 300 im Rettungs- und Krankentransportdienst, 25 680 im Bereich Gesundheits- und Sozialdienste und 11 100 in der Aus- und Fortbildung.
Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste und Mitglieder der ÖRK-Bezirksstelle Osttirol.
Am Abend der Generalversammlung ging es jedoch nicht nur um die Bilanz des vergangenen Jahres, man warf auch einen Blick in die Zukunft und freut sich über das diesjährige Jubiläumsjahr, in das man, so Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher, mit einem Flash-Mob am Weltrotkreuz-Tag gestartet war und das man am 21. September im Matreier Tauerncenter groß feiern will. Kleinlercher sprach auch die erfolgten Umstrukturierungen und das Gelingen des Sondervertrages als Außenstelle der Leitstelle Tirol im Jahre 2012 sowie die großen künftigen sozialpolitischen Herausforderungen an, denen man sich auch im Bezirk Lienz im Rahmen des ÖRK stellen wird müssen. Auf die Bedeutung der großen „Helfergemeinschaft“ für die Gesellschaft nahmen in der Folge auch Bezirksgeschäftsführer Andreas Stotter, Jugendrotkreuz-Bezirksobmann Reinhard Salcher sowie Finanzreferent Mag. Hansjörg Mattersberger Bezug, der betonte, dass …„das Rote Kreuz von Menschen getragen wird und von Menschen lebt!“.
Ehrung verdienter Mitarbeiter
Vor dem versammelten Auditorium im Rotkreuz-Gebäude in Lienz schritt man schließlich zur Angelobung neuer MitarbeiterInnen und zur Verleihung von Auszeichnungen des Landes Tirol sowie des ÖRK Landesverbandes und der Bezirksstelle Osttirol. Für 15 Jahre Mitgliedschaft wurde Maria Stotter geehrt, das Dienstjahresabzeichen in Gold (20 Jahre) ging an Frieda Dietrich, Marcus Glahn und Stocker Reinhard und jenes für 30 Jahre Mitgliedschaft an Josef Klammer. Mit der Feuerwehr- und Rettungsmedaille wurden Heinrich Kleinlercher, Alfons Mayr, Hermann Pichler, Peter Pirker und Georg Wallner (25 Jahre) sowie Erich Hopfgartner, Herwig Jesacher und Edi Reiter (40 Jahre) ausgezeichnet. Ein besonderer Dank galt Werner Heitzmann, der die Feuerwehr- und Rettungsmedaille für 50 Jahre Mitgliedschaft und Mitarbeit beim ÖRK Osttirol überreicht erhielt. Weiters wurden BR Walter Lamprecht (Silberne Verdienstmedaille des ÖRK), Peter Ortler (Henry Dunant-Gedenkmedaille), Familie Payer (100 Jahre beim ÖRK), langjährige BlutspenderInnen und schließlich auch die beiden Lebensretterinnen Larissa Geiger und Sarah Steinringer geehrt. Die HLW-Schülerinnen hatten am 13. November 2012 durch ihren Erste Hilfe-Einsatz und Reanimationsmaßnahmen wesentlich zum Überleben von Sandra Tiefnig, ebenfalls Schülerin an der HLW, beigetragen.
Mit den Grußworten der Ehrengäste, unter ihnen Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner, die beiden frisch angelobten Osttiroler Landtagsabgeordneten Martin Mayerl und Josef Schett, Vertreter des ÖRK Landesverbandes, der Osttiroler Gemeinden und von verschiedenen Blaulichtorganisationen im Bezirk, endete die offizielle Generalversammlung der ÖRK Bezirksstelle Osttirol. Der Abend klang mit angeregten Gesprächen am Buffet aus.
Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images, Journal/Sulzenbacher

