Matrei i.O.: Gratis Grippeimpf-Aktion des Landes Tirol erfolgreich gestartet
Bereits 70 Kinder konnten vergangenen Freitag geimpft werden. Der nächste Impftermin ist am Freitag, 27. November, bei der Impfstraße von Dr. Cornelia Trojer.
„Impfen schützt“ ist eine Serviceleistung des Landes Tirol in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium zur Durchführung der Gratis-Schutzimpfung gegen Influenza (Virusgrippe). Die Allgemeinmedizinerin und Schulärztin Dr. Cornelia Trojer hat am Freitag, 20. November, in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Matreier Schulen und Kindergärten die „Gratis Grippeimpf-Aktion des Landes Tirol“ mit Fluenz Tetra Nasenspray gestartet.
„Binnen zwei Stunden konnten 70 Kinder gegen das Grippevirus geimpft werden. Überall, wo Menschen zusammenkommen, kann sich die echte Grippe (Influenza) sehr schnell verbreiten, so auch in Kindergärten und Schulen. Wenn Kinder dort angesteckt werden, verbreiten sie das Virus dann möglicherweise zu Hause weiter. Zu den Risikopatienten gehören natürlich auch Großeltern. In Zusammenhang mit der Grippe können schwere Komplikationen – wie Lungenentzündungen, Mittelohr- mit Gehirnhautentzündungen und Herz-Muskel-Entzündungen sowie dauerhafte Nierenschädigungen – auftreten. Vor allem bei infektabwehrgeschwächten Personen kann ein schwerer septischer und mitunter tödlicher Verlauf die Folge sein“, erklärt die Medizinerin.
Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns hat Dr. Cornelia Trojer auf dem Parkplatz der Goldried-Bergbahnen eine Impfstraße eingerichtet. Eltern und Kinder müssen dabei das Auto nicht verlassen.
Der nächste Termin von „Impfen schützt“ ist am Freitag, 27. November, von 14.00 bis 16.00 Uhr. Auch die niedergelassenen Ärzte und Schulärzte Dr. Anton Huber und Dr. Gebhard Oblasser unterstützen die Impfaktion. „Alle Kinder des Iseltales im Alter von 3 bis 15 Jahren sind zur Impfaktion eingeladen. Es wird geimpft, solange der Vorrat reicht. Mitzubringen sind die Einverständniserklärung, die von den Schulen und Kindergärten ausgehändigt wurde, und der Impfpass“, so Cornelia Trojer.
65.000 Influenza-Impfdosen für Gratis-Impfprogramme in Tirol
Laut Mitteilung aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Dr. DI Bernhard Tilg stehen in Tirol insgesamt rund 65.000 Influenza-Impfdosen für diverse Gratis-Impfprogramme zur Verfügung. Weitere Impfdosen werden über den freien Markt angeboten und können etwa über die Apotheken erworben werden. Vom Impfstoff für Kinder ab dem vollendeten 6. bis zum vollendeten 24. Lebensmonat wurde eine erste Lieferung von Mitte Oktober (900 Dosen) bereits an die niedergelassenen Ärzte – hauptsächlich FachärztInnen für Kinderheilkunde – verteilt. Eine zweite Lieferung (3.600 Dosen ab 3. November) ist bis auf 480 Restdosen ebenso verteilt.
Vom nasalen Kinderimpfstoff für Kinder ab dem vollendeten 24. Lebensmonat bis zum vollendeten 15. Lebensjahr wurden seit 3. November 26.980 Dosen zugeteilt. Von diesen wurden bis dato 10.590 Dosen von den bezugsberechtigten Ärzten noch nicht abgerufen, der Rest befindet sich in Verteilung. Vom Grippeimpfstoff für die Risikogruppe 65+ wurden in Tirol 8.360 Dosen zugeteilt und bis 18. November an die Pflegeheime bzw. die niedergelassenen Ärzte verteilt.
Nach intensiven Gesprächen mit dem Bund ist es dem Gesundheitslandesrat gelungen, weitere 24.750 Impfstoffdosen von der Bundesbeschaffung für exponierte Personen insbesondere im Gesundheitsbereich für Tirol zu beschaffen. Für diese Impfdosen laufen gerade die Bedarfserhebungen bei den Gesundheitseinrichtungen und den niedergelassenen Ärzten. Nach Einlangen der Rückmeldungen erfolgt die weitere Zuteilung. Mit der Auslieferung wurde aber auch hier in kleinen Tranchen bereits begonnen.
„Gerade für Risikogruppen ist die Grippeimpfung besonders wichtig, um einer Erkrankung vorzubeugen. In diesem Jahr ist es unser Ziel, eine Erhöhung der sonst leider sehr niedrigen Durchimpfungsrate zu erreichen, um auch eine Überbelegung der Spitalsbetten zu vermeiden. Die kostenlosen Impfprogramme sollen dazu beitragen. Wer sich impfen lässt, schützt sich und andere“, betont Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.
Text: Redaktion, Foto: Trojer