Krankenpflegeschulen werden Studienstandorte

Mit der Bildungsreform im Pflegebereich wird auch die Krankenpflegeschule am BKH Lienz zum dislozierten Studienstandort von fh Gesundheit und UMIT.    

Die Weichenstellung für eine umfassende Bildungsreform im Pflegebereich im Zuge der Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes erfolgte am Mittwoch, 23. November, in der Sitzung der Tiroler Gesundheitsplattform, in der neben dem Land Tirol auch Bund, Sozialversicherungsträger, Städtebund, Gemeindeverband, Krankenanstaltenträger, Patientenvertretung und Ärztekammer vertreten sind. Die GuKG-Novelle 2016 des Bundes, die in der Juli-Sitzung des Nationalrates beschlossen wurde, sieht künftig die drei Ausbildungsmöglichkeiten Pflegeassistenz (einjährig), Pflegefachassistenz (zweijährig) und Bachelor-Ausbildung (dreijährig) vor.

v.l.n.r.: TGKK-Obmann Rudolf Puecher, Walter Draxl (GF fh gesundheit), Margit Führer (Amtsdir. Gesundheit und Pflege), LR Bernhard Tilg, LH Günther Platter, Gabriele Polanezky (Pflegedir. BKH Schwanz), Bgm. Ernst Schöpf (Präs. Tiroler Gemeindeverband), Sabine Schindler (Rektorin UMIT), Siegfried Steidl (Dir. Gesundheits- und Krankenpflegeschule Schwaz) und Christa Them (Pflegewissenschaftlerin UMIT)

v.l.n.r.: TGKK-Obmann Rudolf Puecher, Walter Draxl (GF fh gesundheit), Margit Führer (Amtsdir. Gesundheit und Pflege), LR Bernhard Tilg, LH Günther Platter, Gabriele Polanezky (Pflegedir. BKH Schwaz), Bgm. Ernst Schöpf (Präs. Tiroler Gemeindeverband), Sabine Schindler (Rektorin UMIT), Siegfried Steidl (Dir. Gesundheits- und Krankenpflegeschule Schwaz) und Christa Them (Pflegewissenschaftlerin UMIT)

Das Berufsbild der Pflege hätte sich in den letzten Jahren stark verändert, teilt die Abteilung von Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg dazu mit. Die demografische Entwicklung und die mit der höheren Lebenserwartung einhergehende Zunahme der chronischen Erkrankungen sowie der Anstieg von schwerst pflegebedürftigen Personen hätte eine Weiterentwicklung der Ausbildung erforderlich gemacht. „An den Standorten des Ausbildungszentrums West in Innsbruck und Hall sowie an den fünf Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Kufstein, Lienz, Reutte, Schwaz und Zams werden dislozierte Studienstandorte von fh gesundheit und UMIT für die zukünftige Bachelorausbildung installiert“, informierte LH Günther Platter. Darüber hinaus würden künftig an allen diesen Schulen PflegeassistentInnen und PflegefachassistentInnen ausgebildet. Die ersten Studienstandorte in Innsbruck und Schwaz starten im Herbst 2018.

Die Kosten der Pflegeausbildung betragen derzeit in Tirol rund 15 Mio. Euro pro Jahr. Künftig werden alle Ausbildungen zusammen (inklusive FH-Bachelor-Ausbildung) ca. 16 Mio. Euro kosten. Die Finanzierung erfolgt über den Tiroler Gesundheitsfonds.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, Land Tirol/Ibele