Immuntherapie hilft bei Wespenstich-Allergien
Mit dem Schnell-Schema der Allergie-Impfung kann rasch ein sicherer und langfristiger Schutz vor allergischen Überreaktionen aufgebaut werden.
Der Stich einer Wespe ist schmerzhaft und unangenehm. Bis auf eine gerötete Schwellung und Juckreiz haben die meisten Menschen keine Probleme, doch 3,3% der Bevölkerung reagieren schwer allergisch gegen den Stich einer Wespe oder Biene – das sind in Österreich rund 300.000 Menschen. „Bei Allergikern setzt sich schon durch einen einzigen Insektenstich ein Abwehrmechanismus in Gang, der im Extremfall tödlich endet. In Österreich gab es heuer schon zwei Todesfälle aufgrund einer Allergie gegen das Gift von Wespen“, erklärt dazu OA Dr. Thomas Hawranek, Leiter der Allergie-Ambulanz an der Univ.-Klinik für Dermatologie in Salzburg.
Er empfiehlt, Reaktionen, die über eine lokale Hautreaktion hinausgehen, unbedingt bei einem Facharzt bzw. in einem Allergieambulatorium oder einer Allergieambulanz im Krankenhaus abklären zu lassen. Lebensrettende Medikamente – vor allem Adrenalin – müssten für den Ernstfall immer griffbereit sein, und Allergiker sollten sich die Zeit für eine Therapie mit der spezifischen Immuntherapie nehmen. „Im Zuge dieser Allergie-Impfung bekommt der Patient den Allergie-Auslöser in anfangs steigender Dosierung in den Oberaram injiziert. Nach dieser Aufdosierungsphase ist drei bis fünf Jahre lang nur noch eine Spritze etwa alle vier bis acht Wochen nötig. Die Immuntherapie gewöhnt den Körper nachhaltig an das Insektengift, wodurch die allergische Reaktion meist gar nicht erst auftritt“, erklärt Hawranek die Therapie. Da die Saison heuer bis in den Oktober hinein reichen wird, könnten Allergiker noch in diesem Sommer einen sicheren Schutz aufbauen.
Bei der Telefon-Hotline 01/2126060 der IGAV (Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung) erfährt man alle Krankenhäuser, die eine Insektengift-Immuntherapie anbieten.
Text: Redaktion, Foto: Shutterstock_Zolotova Sofiya
