Hitzewelle: Rotes Kreuz sucht dringend Blutspender

Bei hohen Temperaturen sinkt die Bereitschaft, Blut zu spenden. Unfälle machen jedoch keine Hitzeferien. Das Rote Kreuz sucht deshalb dringend Blutspender.

„20 bis 30% weniger Menschen spenden während der derzeitigen Hitzeperiode Blut. Blutkonserven sind jedoch nur 42 Tage lang haltbar. So können wir derzeit keine größere Mengen an Reserven ansammeln“, so Manfred Gaber, Organisationsleiter des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes Tirol.

In der Blutbank Innsbruck lagern normalerweise 1.000 bis 1.200 Blutkonserven, damit alle Blutgruppen ausreichend vorhanden sind. „Derzeit lagern jedoch nur ca. 650 Stück in den Kühlräumen. Hinzu kommen mehrere schwere Unfälle, bei denen oftmals mehrere Konserven benötigt werden“, so Gaber. Eine Blutspende bei Hitze sei nicht gefährlicher als bei kühleren Temperaturen. Wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und nach der Spende. Gesunde Menschen ab 18 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm können sorglos Blut spenden.

Ein Arzt vor Ort entscheidet über die Tauglichkeit der Spender, wobei auch die Tagesverfassung mit berücksichtigt wird. Der Kreislauf darf nach der Spende nicht zu stark belastet werden. Auf körperliche Anstrengung soll verzichtet werden. Dazu gehört auch ein Sonnenbad in der prallen Hitze. Viele Spendenaktionen finden am Abend statt. So besteht die Möglichkeit der Spende etwa auch nach einem Besuch im Schwimmbad oder nach der Arbeit.

Verteilt über ganz Tirol werden regelmäßig Blutspendeaktionen angeboten. Im Bezirk Lienz findet die nächste Aktion am Sonntag, 12. August, von 17.00 bis 20.00 Uhr, im Johann Stüdl-Saal in Kals am Großglockner statt.

 

 

Text: Redaktion, Fotos: ÖRK/Stöcher, Helmut Mitterer

07. August 2018 um