Einigung bei Gehaltsreform für Ärzte und Pflegepersonal

Über das Fortführen der Übergangslösung bei den Ärztegehältern im Jahr 2016 hat man sich geeinigt. An einheitlichem Gehaltsschema auch für Pflegepersonal wird weitergearbeitet.

Zu einer neuerlichen Verhandlungsrunde in Sachen Entlohnung von Ärztinnen und Ärzten an Tirols öffentlichen Spitälern kam es am Dienstagabend, 6. Oktober 2015, im Büro von Landeshauptmann Günther Platter. Am Verhandlungstisch saßen auch Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg, Gemeindeverbandspräsident Bgm. Mag. Ernst Schöpf, Gerhard Seirer (Vorsitzender GÖD Tirol), Gerhard Hödl (Betriebsratsvorsitzender tirol kliniken), Dr. Ludwig Gruber (Kurienobmann der angestellten Ärzte der Tiroler Ärztekammer) und Dr. Renate Larndorfer von der Tiroler Ärztekammer.

Die Sitzungsteilnehmer erzielten folgende Einigung: Die Übergangslösung für das Jahr 2015 bei den Gehältern für Ärztinnen und Ärzte wird auch auf das Jahr 2016 angewandt. Das bedeutet ein Plus von 11,2 Mio. Euro bei den Dienstgeberbeiträgen für die tirol kliniken und 3,7 Mio. Euro für die Bezirkskrankenhäuser. Die gemeinsame Zielsetzung ist ein einheitliches Gehaltssystem für alle Ärztinnen und Ärzte an den öffentlichen Spitälern in Tirol.

Auch beim Pflegepersonal gibt es Verbesserungen – es herrschte bei der Verhandlungsrunde  Einvernehmen über Gehaltsaufbesserungen im Zusammenhang mit der Anrechnung von Vordienstzeiten. Darüber hinaus soll auch bei dieser Angestellten-Gruppe ein einheitliches Gehaltsschema entstehen. Eine Angleichung der Löhne von Bediensteten in Alten- und Pflegeheimen sowie Gesundheitssprengeln an jene des Pflegepersonals in Krankenhäusern ist das Ziel. „Die Einigung bietet uns die Möglichkeit, ein einheitliches Gehaltssystem für alle Ärztinnen und Ärzte an den öffentlichen Spitälern in die Wege zu leiten. Darüber hinaus arbeiten wir an einem einheitlichen  Gehaltssystem für die Pflegekräfte in den Spitälern und den Pflegeheimen, das mit 1. Jänner 2017 in Kraft treten soll. Auch das Lohnniveau in der mobilen Pflege soll zeitgleich angepasst werden“, fassten  Landhauptmann und Gesundheitslandesrat nach der Verhandlungsrunde die nächsten Schritte zusammen.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Journal

08. Oktober 2015 um