Grippewelle auch bei uns im Anmarsch
Die Krankenstandsmeldungen der Tiroler Gebietskrankenkasse an allgemeinen akuten Infektionen der Atemwege steigen derzeit rasch an.
Jetzt wird auch der Nachweis von Influenza-Viren in Tiroler Laboratorien immer häufiger erbracht. „Diese Woche wurde in Österreich der Start der Grippewelle ausgerufen. Wir stehen nun bei rund 3.000 Krankenstandsmeldungen in einer Woche“, erklärt dazu Gesundheits-Landesrat Bernhard Tilg heute in einer Aussendung. „Tatsächliche Grippeerkrankungen werden in Europa derzeit in etwa zu gleichen Teilen durch die Influenza A-Typen H1N1 und H2N3 hervorgerufen. Typische Influenzasymptome sind plötzliches hohes Fieber, Husten, schweres Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit sowie Muskel- und Gliederschmerzen.“
Der Tiroler Gesundheitslandesrat erinnert an allgemeine Vorbeugemaßnahmen: „Influenzaviren werden durch die Luft über Tröpfchen und Schmierinfektion über die Hände übertragen. Daher gilt es, sich häufig und ausreichend lange über 20 Sekunden die Hände mit Seife zu waschen, in den Ärmel zu niesen und im Erkrankungsfall sich selbst zu isolieren und keine Kontakte zu pflegen.“ Allgemein kann man sich durch Händehygiene, das Meiden von größeren Menschenansammlungen und durch einen ausreichenden Abstand von einem Meter zum Gesprächspartner vor einer Infektion schützen.
„Die Impfung ist jedem, der sich schützen will, zu empfehlen. Der heurige saisonale Impfstoff kann wegen seiner Zusammensetzung eine Erkrankung verhindern. Es ist noch nicht zu spät für eine Impfung. Ein Impfschutz tritt etwa zehn Tage nach der Impfung ein“, betont Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Besonders empfohlen ist die Impfung für Risikogruppen wie Kinder bis zum 5. Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter Gefährdung durch ein Grundleiden, Betreuungspersonen und Personen über 50 Jahren. Die Grippewelle wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen andauern. Die Spitze der Grippewelle wird in drei bis vier Wochen erreicht sein.
Text: Redaktion, Foto: Clipart