Mediziner-Gipfeltreffen zu Endoprothetik in Kals

90 Ärztinnen und Ärzte treffen sich vom 14. bis 16. März 2013 im Gradonna Mountain Resort in Kals a.G. zum Wissensaustausch in Sachen innovative Hüft- und Knieendoprothetik.

Bereits zum dritten Mal werden sich Orthopäden zu den Themenfeldern minimal-invasive Hüftchirurgie und „myknee“-Endoprothetik in Osttirol weiterbilden. Federführend bei der Vorbereitung des internationalen Gipfeltreffens, das von 14. bis 16. März im Gradonna Mountain Resort über die die Bühne geht, waren Dr. Valjdet Saciri und Dr. Herbert Strobl vom Fachschwerpunkt für Orthopädie im BKH Lienz. „Auch mit dieser Tagung etabliert sich Osttirol mehr und mehr als Konferenzort für wissenschaftliche Tagungen“, betont Dr. Valjdet Saciri, der heuer eine neue Form des Erfahrungsaustausches organisiert hat. „Nach den Impulsreferaten treffen sich die Expertinnen und Experten zu Round-Table-Diskussionen, um gemeinsam Lösungen für konkrete Fallbeispiele zu erarbeiten. Am Ende der beiden Kongresstage werden die Ergebnisse zur AMIS-Methode und „myknee“ zusammengefasst, so dass alle Kollegen an den gewonnenen Erkenntnissen teilhaben können“, erklärt Saciri.

Bei der so genannten AMIS-Methode wird über einen kurzen Hautschnitt der Zugangsweg zum erkrankten Hüftgelenk unter Schonung der Muskulatur und Sehnen angelegt. „Die Patienten haben weniger Schmerzen nach der Operation, da keine Muskeln oder Sehnen durchtrennt werden“, erklärt Dr. Herbert Strobl. Somit ergeben sich kürzere stationäre Aufenthalte und eine schnellere Rehabilitation.

Auch bei der Knieendoprothetik „myknee“ erwarten die Experten ähnliche Erfolge. Hier werden schon vor der Operation die Bilder aus der radiologischen Untersuchung des Knies zur Herstellung eines individuellen Modells verwendet. Mithilfe der genau berechneten „myknee“-Instrumente plant der Orthopäde die Operation. Durch die detailgenaue Vorbereitung schmiegt sich die Prothese bei der Operation besser in den Knochen ein, und sie bleibt in ihrer optimalen Position. Der Fachschwerpunkt für Orthopädie am Bezirkskrankenhaus Lienz ist zugleich Referenzzentrum für diese innovativen Methoden und damit Ausbildungsort.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Journal Archiv, BKH Lienz

28. Februar 2013 um