Einzigartiges Konzept für die Gesundheit: Fasten nach Patchman

Wer jetzt im Frühjahr, aber auch während des gesamten Jahres etwas für seine Gesundheit tun will, der sollte sich mit dem Thema „Heilfasten“ auseinandersetzen. Ein einzigartiges Konzept dafür hat der Osttiroler Manuel Patterer entwickelt.

In nahezu allen Kulturen haben Menschen über Jahrtausende Physis und Psyche regeneriert, indem sie eine Zeit lang gefastet haben. In der Naturheilkunde war der vorübergehende Verzicht auf feste Nahrung schon in früheren Zeiten als Therapie anerkannt. Inzwischen setzt auch die moderne Medizin, bestätigt durch internationale Studien, auf die positiven Effekte des Heilfastens auf den menschlichen Körper und Geist. Um den Einfluss des Heilfastens auf das individuelle Wohlbefinden bzw. die Gesundheit weiß der Osttiroler Manuel Patterer sehr gut Bescheid. Als Experte für Gesundheit, Bewegung und Ernährung bietet er maßgeschneiderte Seminare, Coachings, Workshops und Retreats an, wobei ihm seine beruflichen Erfahrungen als Einsatzbeamter der COBRA und seine Ausbildung zum Dipl. Professional Health Fitness und Personaltrainer sehr zugute kommen. Patterer veranstaltet regelmäßig Fastenchallenges und arbeitet diesbezüglich mit Mag. Stephanie Tamegger, einer Expertin für die Darmgesundheit, zusammen. Im Interview berichtet er vom Heilfasten, seinem Angebot an gesundheitsbewusste Menschen sowie an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, wie z.B. der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres.

 

 

Sie haben die Polizeischule absolviert, arbeiten seit 2010 als Einsatzbeamter beim EKO COBRA und fungieren dort als Einsatzsanitäter und Flugbeobachter bei Sonderlagen. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie Gesundheits- und Fitnesstrainer wurden?

Gesundheit hat in meinem Leben immer schon eine große Rolle gespielt. Als COBRA-Mann ist es wichtig, nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu sein, um die regelmäßig erforderlichen Limits zu schaffen. Dementsprechend habe ich immer auf meine Ernährung, auf Bewegung und Gesundheit geachtet. Als ich 2011 die Aufgaben als Einsatzsanitäter und später die Zuständigkeit für
die betriebliche Gesundheitsförderung innerhalb des EKO COBRA Kärnten übernahm, entschloss ich mich dazu, außeruniversitär die Ausbildung zum Dipl. Professional Health Fitness und Personaltrainer zu absolvieren. 2021 schuf ich mir zusätzlich mit der Anmeldung des Gewerbes „Erstellung von Trainingskonzepten für gesundheitsbewusste Personen“ die Voraussetzung für meine nebenberufliche Tätigkeit.

Wie sind Sie speziell auf den Themenbereich „Heilfasten“ gestoßen?

Vor Jahren hätte mich eine hartnäckige, scheinbar nicht heilbare Entzündung im Ellbogengelenk beinahe meinen Beruf als COBRA-Mann gekostet. Nachdem ich über eine längere Zeit ohne Erfolg Ärzte sowie Physiotherapeuten aufgesucht hatte, war ich sprichwörtlich mit meinem Latein am Ende. Der letzte Ausweg erschien mir ein OP-Termin bei einem Spezialisten in Wien zu sein. Durch Zufall erfuhr ich im Vorfeld der OP von den Effekten des Heilfastens und führte meine erste Fastenkur durch. Im einzigartigen Themenbereich Fasten fand ich dann nicht nur Heilung, sondern auch meine große Leidenschaft und Berufung. Meinen OP-Termin konnte ich absagen. In der Folge widmete ich mich dem Bemühen, möglichst viel über die Kraft des Fastens und die damit einhergehende Autophagie zu erfahren. Neben dem Lesen von Büchern und wissenschaftlichen Artikeln führte ich selbst verschiedenste Fastenkuren durch. Nach und nach entwickelte ich, darauf aufbauend, meine eigene Methode – das Fasten nach Patchman.

Was bedeutet „Autophagie“ genau?

Der Begriff „Autophagie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Selbstfressen“. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, bei dem menschliche Zellen ihre eigenen beschädigten oder nicht mehr funktionierenden Bestandteile abbauen und recyceln. Dieser Mechanismus ist für die Aufrechterhaltung der Zellgesundheit unerlässlich. 2016 erhielt der Japaner Yoshinori Ohsumi für seine Arbeiten zur Entschlüsselung der Mechanismen der Autophagie auf zellulärer Ebene den Medizin-Nobelpreis. Seine Forschung belegte, dass eine Fehlfunktion dieses Systems zu einer Reihe von Krankheiten (u.a. Krebs, neurodegenerative Erkrankungen) führen kann. Es gibt nahezu keinen Bereich, wo Wissenschaft und Spiritualität so miteinander verschmelzen wie in der einzigartigen Kraft des Fastens.

Könnten Sie die von Ihnen entwickelte Fastenmethode nach Patchman erklären?

Für mich ist es zunächst einmal sehr wichtig, dass das Fasten für jede/jeden neben dem jeweils zu bewältigenden Alltag durchführbar ist. Aus diesem Grund biete ich meine Fastenchallenges per Zoomcalls an. Im Vorfeld werden dafür, aufbauend auf einem detaillierten Plan, alle Abschnitte des Heilfastens ausführlich besprochen. Zudem erhalten alle Teilnehmenden mein hochwertiges Fastenpaket direkt nach Hause zugesandt, sodass man sich um nichts mehr kümmern muss. Das Heilfasten nach Patchman selbst umfasst dann acht Vorbereitungstage, fünf Detoxtage, fünf Fastentage und anschließend fünf Aufbautage. Bei meinem Fastenkonzept wird ohne Glaubersalz, ohne Brottrunk und ohne Einläufe gearbeitet, dafür aber mit hochwertigen, fermentierten Produkten. Sofern dem Entgiften strukturiert mehr Raum und Zeit geschenkt wird, lösen sich Körper und Geist von vielen Belastungen nämlich ganz von alleine. Bei meinen Fastenbegleitungen geht es außerdem nicht nur um Ernährung, sondern es gibt auch die Möglichkeit, über meine eigene App, die jeder Teilnehmende kostenfrei nützen kann, Ernährung als auch Bewegung zu tracken. In der App gibt es über hundert 3D-animierte Workouts für alle Stufen – vom Anfänger bis zum Experten. Somit kommen auch Sport bzw. Bewegung nicht zu kurz.

Wie oft finden Fastenchallenges statt? Wer nimmt erfahrungsgemäß daran teil?

Heute veranstalte ich nahezu monatlich für ungefähr 15 bis höchstens 25 Personen eine Fastenchallenge, um ihnen den großen Nutzen des Nichts-Essens näherzubringen. Inzwischen nehmen Menschen aus aller Herren Länder und aus verschiedensten Berufssparten teil. Aufbauend auf sämtlichen Erkenntnissen und Erfahrungswerten von mittlerweile über 150 Teilnehmenden, die ich begleiten durfte, lautet mein persönliches Credo für ein gesundes und glückliches Leben: „Weniger ist mehr, nichts ist alles! Temporär Null Prozent Kalorien ergeben langfristig 100 Prozent Leben!“

Beim Heilfasten steht also nicht die Gewichtsabnahme im Vordergrund?

Dass man beim Verzicht auf feste Nahrung mehrere unbrauchbare Kilos verliert, erklärt sich von selbst. Jedoch spielen die Kilos bei meinem Fastenkonzept keine Rolle. Auch fällt regelmäßiges Abwiegen weg, da meiner Meinung nach nicht die Zahl auf der Waage darüber entscheiden sollte, ob ich mich wohl fühle.

Welche direkten Auswirkungen kann man bereits während des Fastens feststellen?

Nach fünf Tagen Fasten stellt sich bei den Teilnehmenden ein großes Wohlbefinden, ja manchmal sogar eine gewisse Glückseligkeit ein, was man im Allgemeinen unter dem Begriff „Fastenhoch“ zusammenfassen kann. Eine große Bedeutung kommt auch der Herzfrequenz zu, welche sich über 5 bis teilweise 10 Schläge pro Minute zum Positiven hin verändert, da sich der Körper eben in der Autophagie bzw. in der Ketose befindet. Rückmeldungen wie „Ich fühle mich wie neugeboren“, „Ich weiß jetzt, was es bedeutet, gesund und glücklich zu leben“ oder „Ich werde sicherlich wieder an einer Challenge teilnehmen“, bestätigen die positiven Effekte des Fastens.

Was geht im menschlichen Körper vor sich, wenn man über 5 bis 7 Tage keine feste Nahrung zu sich nimmt?

Beim Nichts-Essen schaltet der menschliche Stoffwechsel in eine Art Recyclingmodus. Infolgedessen werden die Gesundheit der Zellen und ihre Funktionen nachhaltig gefördert. Weitere zusätzliche und spürbare Effekte sind ein tiefer Schlaf, die Linderung stiller Entzündungen, eine positive Veränderung des Hautbildes, ein Pushen des Immunsystems sowie ein „klarer Geist“. Nicht umsonst geht Fasten oft mit einem besseren Kennenlernen der „Beziehung zu sich selbst“ und einem großen Energieschub einher.

Wie oft sollte man fasten?

Ein- bis zweimal jährlich den Körper zu servicieren, ähnlich wie bei einem Auto, kann nicht nur das Leben verlängern, sondern auch proaktiv sämtlichen Volkskrankheiten vorbeugen. Und genau das sind die Gründe, warum ich das Fasten vielen Menschen nahelegen möchte. Denn Fasten ist Gesundheit und Präventivmedizin zugleich!

Sie bieten auch Coachings bzw. Workshops an. Wer sind hier Ihre Kunden?

Einzelcoachings führe ich gezielt nur sehr sehr wenige durch, da 1:1-Coachings ihrem Namen auch wirklich gerecht werden sollten. Für Firmen und öffentliche Einrichtungen halte ich Veranstaltungen ab. So werden z.B. noch heuer im Grand Hotel in Lienz als auch im Gradonna in Kals 4-tägige Seminare für das BMI stattfinden. Zwei Mal pro Jahr, nämlich im April und im Oktober veranstalte ich im Dolomitengolf Suites ***** ein 3-tägiges Retreat für meine Kunden. Yoga, Wasserfallbaden, Live-Musik und 5-Sterne-Kulinarik stehen dabei im Vordergrund. Das Retreatvideo und alle weiteren Infos zu meinen Terminen und Angeboten finden Interessierte auf Facebook und Instagram (@patchman.at) sowie unter
www.patchman.at

Danke für das Gespräch!

 

 

Text: Gesundheitsredakion, Fotos: © Peter Maier

09. April 2025 um