„Brustkrebstag“ am 3. Okt. im Krankenhaus Lienz

Das BrustGesundheitZentrum Osttirol organisiert am 3. Oktober in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe Osttirol Vorträge zu Diagnose, Therapie, Nachsorge usw.

In Tirol erkranken jedes Jahr etwa 450 Frauen an Brustkrebs. Bei ca. 60 Frauen jährlich wird diese Diagnose im Bezirk Lienz gestellt. Damit die verschiedenen Fachdisziplinen und AnsprechpartnerInnen aus den unterschiedlichen Bereichen optimal zusammenarbeiten können, wurde 2011 am Bezirkskrankenhaus Lienz das BrustGesundheitZentrum (BGZ) Osttirol gegründet und zertifiziert, noch heuer erfolgt die Rezertifizierung. „Früher wurden am Bezirkskrankenhaus Lienz an der Gynäkologie und an der Chirurgie Mammakarzinome behandelt. Diese beiden Abteilungen haben OA Dr. Wolfgang Trost und ich im BGZ zusammengefasst. Wir arbeiten sehr eng mit dem Brustgesundheitszentrum Tirol zusammen. Jeder Einzelfall wird mit diesem besprochen“, so OA Dr. Birgit Volgger.

 

Die Oberärzte Dr. Birgit Volgger und Dr. Wolfgang Trost

Die Oberärzte Dr. Birgit Volgger und Dr. Wolfgang Trost

Eine von acht Frauen erkrankt in den Industrieländern im Laufe ihres Lebens an einem Mammakarzinom. Brustkrebs hält damit einen traurigen Rekord bei Tumoren der Frau. „Die Tendenz ist weltweit steigend. Vielleicht nicht zuletzt Dank besserer Möglichkeiten in der Diagnostik ist jedoch parallel dazu die Todesfallrate gesunken. Frühzeitiges Erkennen und ein schnellstmöglicher Behandlungsbeginn lassen sehr gute Heilungschancen erwarten“, erklärt dazu Birgit Volgger. Im Frühstadium sei Brustkrebs in über über 90% der Fälle heilbar.

Dr. Gertraud Glantschnig, Ärztin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Psychoonkologie, leitet die Selbsthilfegruppe „Diagnose Krebs – Wendepunkt und Neubeginn“, Regina Müller die Gruppe „Leben mit Brustkrebs“. „Die Psychoonkologie will Wege aufzeigen, wie man am besten mit der Krankheit umgeht. Mir ist wichtig, dass wir Patientinnen helfen, die eigene Lebensmelodie, die oft verschüttet ist, wiederzufinden“, so Gertraud Glantschnig. Durch eine offene und ehrliche Aufklärung will das Team des BGZ versuchen, die Angst zu mindern. Dabei werden die Patientinnen und deren Angehörige von so genannten „Brustschwestern“ – Breast Care Nurses genannt – betreut, beraten und unterstützt.

 

Das Team des BrustGesundheitsZentrums Osttirol mit den Breast Care Nurses („Brustschwestern")

Das Team des BrustGesundheitZentrums Osttirol mit den Breast Care Nurses („Brustschwestern“)

„Uns ist wichtig, dass Frauen wissen, wo sie sich hinwenden können. Deswegen stellen wir das BrustGesundheitZentrum und die Selbsthilfegruppen am Brustkrebstag einer breiten Öffentlichkeit vor“, so Regina Müller. Die Vorträge mit dem Rahmentitel „Mammakarzinom – die Patientin im Mittelpunkt“ finden am Freitag, 3. Oktober 2014, ab 16.00 Uhr, im Bezirkskrankenhaus Lienz (Vortragssaal im 4. Stock) statt. Die Oberärzte Dr. Birgit Volgger und Dr. Wolfgang Trost werden über Diagnose,  Therapie und Nachsorge sprechen. „Tumortherapie mit Haut und Haar“ nennt DGKS und BCN Kathrin Kirchmair ihr Referat. Mag. (FH) Dipl.-Soz. Lydia Haslwanter spricht über Sozialberatung nach der Diagnose. Außerdem werden die Selbsthilfegruppen „Leben mit Brustkrebs“ und „Diagnose Krebs – Wendepunkt und Neubeginn“ vorgestellt.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, BKH Lienz

23. September 2014 um