Ab kommenden Juli dritter Augenarzt in Osttirol
Tiroler Gebietskrankenkasse und Ärztekammer reagieren auf Forderungen nach einem zusätzlichen Augenarzt und schaffen eine dritte Vertragsarztstelle im Bezirk Lienz.
Einen Schritt zur besseren medizinischen Versorgung haben die Tiroler Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer gesetzt – zumindest was Augenleiden betrifft. Bisher standen nur zwei Kassenärzte der Augenheilkunde in Osttirol zur Verfügung. Nachdem die im Bezirk ansässigen Ärzte naturgemäß auch viele Patienten aus dem angrenzenden Oberkärntner Raum versorgen, entstand ein eklatanter Engpass. Eine rasche Lösung scheiterte auch daran, dass für die Patienten aus den Bezirken Spittal und Hermagor die Kärntner Gebietskrankenkasse zuständig und eine bundesländerübergreifende Planung bzw. Anrechnung schwierig ist.
Aus den Ergebnissen des Tiroler Strukturplanes Gesundheit hätte sich erst nach 2020 ein Bedarf für einen weiteren Augenarzt ergeben. „TGKK und Ärztekammer haben auf den Bedarf der Osttirolerinnen und Osttiroler sowie auf die strukturellen Besonderheiten im Bezirk Lienz reagiert und schaffen mit 1. Juli 2014 eine neue Vertragsarztstelle für einen Augenarzt“, so TGKK-Obmann Werner Salzburger am Donnerstagnachmittag, 17. Jänner 2014. Eine wissenschaftlich fundierte Bedarfsschätzung – wie jene des Strukturplanes Gesundheit – könne nicht die Verpflichtung der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer ersetzen, die Sorgen und Bedürfnisse der OsttirolerInnen ernst zu nehmen. In die Entscheidung einbezogen wurden auch die „hohe Pendlerfrequenz aus Oberkärnten“ sowie der Umstand, dass Osttiroler Patienten wegen der geographischen Lage längere Wartezeiten und Anfahrtswege in Kauf nehmen müssten.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Fotolia/Stefan Weis

