66.000 TirolerInnen leiden an Diabetes
Im Hinblick auf den Weltgesundheitstag zum Thema Diabetes am 7. April thematisiert das Land Tirol das Diabetesregister, das die Patientenbetreuung verbessern soll.
Die öffentlichen Krankenhäuser nehmen am Tiroler Diabetesregister genauso teil wie Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin. Im Jahr 2014 wurden rund 12.000 Kontakte bei 5.031 DiabetikerInnen registriert. Rund 66.000 Patientinnen und Patienten gibt es in Tirol. „Insgesamt gehen wir von etwa 5.000 Typ1- und 60.000 Typ2-DiabetikerInnen aus, dazu kommen knapp tausend PatientInnen mit anderen Diabeteserkrankungen“, so Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg.
Aus dem vom Institut für klinische Epidemiologie der Tirol Kliniken erstellten Diabetesregister würde hervorgehen, dass über 40% der erfassten Fälle während eines Krankenhausaufenthaltes diagnostiziert wurden. Unbehandelte Diabetes kann aber schwere Folgeschäden nach sich ziehen. Dazu zählen etwa Erkrankungen der Niere, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose oder das diabetische Fußsyndrom, das bis zur Amputation des Fußes führen kann.
Um Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, wird das Diabetes-Screening im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Der große Gesundheitscheck ist einmal jährlich kostenlos möglich. Dabei prüft der Hausarzt oder die Hausärztin die Krankheitsgeschichte und fragt nach Diabetes-Fällen in der Familie. Mithilfe der Blutzuckermessung kann diese Krankheit diagnostiziert werden. „Bei der Vorsorgeuntersuchung geht es nicht nur um die Früherkennung von Krankheiten, sondern auch um die Unterstützung bei der gesundheitsfördernden Veränderung des Lebensstils. Kernthemen sind dabei Bewegung, Ernährung und das Rauchen“, appelliert der Gesundheitslandesrat, das kostenlose Angebot der Vorsorgeuntersuchung zu nutzen.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Sax
