Voller Einsatz der Lienzer Bergretter auch 2015
Insgesamt 1.639 Stunden waren die Lienzer Bergretter bei 34 Einsätzen im Jahr 2015 für ihre Mitmenschen in der Bergwelt im Einsatz – 13 Übungen wurden absolviert.
Zu ihrer Jahreshauptversammlung lud die Bergrettung Lienz am Freitag, 26. Februar 2016. Etwas ruhiger als vergangene Jahre war 2015 in Bezug auf die Einsätze, jedoch nichts desto trotz sehr arbeitsintensiv, berichtete Obmann Herbert Zambra. „Es ist uns gelungen, mit der Stadt die Rahmenbedingungen für das neue Bergrettungsheim in der Pfister zu fixieren. Derzeit arbeiten wir intensiv am Finanzierungsplan und hoffen, dass dieser bis zum Sommer steht“, so Zambra, der sich insbesondere bei der Stadt Lienz für die Mithilfe und die Zusagen bedankte.
Obmann Herbert Zambra: „Bedanken möchte ich mich bei den privaten Förderern, bei den Spendern, unseren 16 Gemeinden und den Behörden. Ohne die finanzielle Unterstützung so vieler wäre es nicht möglich, unsere Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten.“
Das neu geschaffene Ausbildungsteam hätte sich sehr bewährt. Die über tausend geleisteten Übungsstunden würden zeigen, dass die BergretterInnen gewillt sind, sich immer wieder mit Neuerungen auseinanderzusetzen. „Der Sucheinsatz am Zettersfeld hat uns mit über 600 Stunden am meisten gefordert. Da der Einsatz unter der Woche stattgefunden hat, haben mehr als 50 Bergretter Urlaub genommen, und so konnte auch diese Herausforderung unter Mitwirkung der Feuerwehrwehr und der Nachbar-Ortsstellen gemeistert werden“, so der Obmann.
BH Dr. Olga Reisner und Herbert Zambra gratulierten dem ältesten Mitglied Wastl Hauser zu seinem Hunderter.
101 Mitglieder gehören der Bergrettung Lienz derzeit an, 77 davon sind in der Einsatzmannschaft aktiv. Dominic Brunner und Matthias Pargger wurden mit fertiger Ausbildung in das Team aufgenommen, Eugen Maier und Stefan Stern haben die Anwärterprüfung bestanden. Dass sich die Anzahl der Einsätze weiter auf hohem Niveau befindet, berichtete Einsatzleiter Martin Preßlaber. „Das vergangene Jahr war von vielen Assistenz- und Bereitschschaftsdiensten geprägt, die aufgrund unklarer Alarmierung oft über die kleine Alarmierungsschiene abgearbeitet wurden. Es gab auch mehrere Einsatzstornos, welche die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft der Bergretter belasten“, so Preßlaber. Die Suche nach einem abgängigen Einheimischen Anfang Juli und der Sucheinsatz am Russenweg in der Nähe der Moosalm waren die größten Herausforderungen. Am Ende beider Einsätze standen Totbergungen.
Zahlreiche junge Mitglieder der Lienzer Bergrettung machen die Ausbildung zum Bergretter.
Geehrt wurden bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung Friedl Tschurtschenthaler für 25-jährige, Bergrettungsarzt Dr. Franz Krösslhuber für 40-jährige sowie Edmund Gutternig und Peter Ronacher für 50-jährige Mitgliedschaft bei der Bergrettung Lienz. Ganz besonders bedankte sich Obmann Herbert Zambra auch bei Mitglied Wastl Hauser und überreichte zum 100. Geburtstag ein Geschenk.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Kraner
