Kals am Großglockner: Haslachgalerie offiziell eröffnet

Die rund 200 Meter lange Schutzgalerie auf der L 26 Kalser Straße sichert den besonders lawinengefährdeten Straßenabschnitt im Bereich des Blasiskagrabens zwischen Oberpeischlach und Lesach.

Bereits vor Beginn der Wintersaison 2025/26 konnte die Galerie für den Verkehr freigegeben werden. In den vergangenen Monaten wurden nun auch die abschließenden Arbeiten im gesamten Baulos – vom Radweg bis zur Asphaltierung – fertiggestellt. Finanziert wurde das Projekt vom Land Tirol – die Baukosten beliefen sich auf rund 9,8 Millionen Euro.

„Mit der Haslachgalerie haben wir eine dauerhafte Lösung für einen Straßenabschnitt geschaffen, der nach den schweren Unwettern und schneereichen Wintern der vergangenen Jahre zunehmend Naturgefahren ausgesetzt war. Eine sichere Erreichbarkeit ist für die Menschen im Kalsertal ebenso entscheidend wie für den Tourismus, die Wirtschaft und die Einsatzorganisationen“, so LH-Stv. Josef Geisler anlässlich der Eröffnung am Freitag, 21. August.

 

 

Auslöser für das Projekt waren insbesondere die Folgen des Sturmtiefs Vaia im Jahr 2018 und die darauffolgenden schneereichen Winter. Durch den Verlust der Schutzwirkung des Waldes hatte sich die Lawinengefährdung im Bereich des Blasiskagrabens deutlich erhöht. Die neue Galerie schützt die Landesstraße nun unmittelbar vor Lawineneinwirkungen. Ergänzt wird das Schutzbauwerk durch Lawinenleitdämme nördlich und südlich der Galerie.

Für die Gemeinde Kals bedeutet der Abschluss des Projekts vor allem mehr Verlässlichkeit im Alltag. „Eine sichere Straßenverbindung ist für unsere Gemeinde von zentraler Bedeutung. Sie betrifft den täglichen Weg zur Arbeit und zur Schule genauso wie die Erreichbarkeit für unsere Gäste oder die Zufahrt im medizinischen Notfall. Die Haslachgalerie gibt uns hier ein wesentliches Stück zusätzliche Sicherheit. Umso erfreulicher ist es, dass nun auch die abschließenden Arbeiten rund um das Bauwerk abgeschlossen sind“, betonte Bgm. Erika Rogl.

 

Nach der Verkehrsfreigabe Ende 2025 wurden im Frühjahr und Sommer 2026 Radweg, Deckasphalt und abschließende Rekultivierungsarbeiten umgesetzt.

 

Nachdem die wesentlichen Arbeiten an der Galerie bereits innerhalb einer Bausaison abgeschlossen und die Straße noch 2025 für den Verkehr freigegeben werden konnte, konzentrierten sich die Arbeiten im Frühjahr und Sommer 2026 vor allem auf die Bereiche außerhalb des Schutzbauwerks. Ein Schwerpunkt lag auf der Herstellung des neuen Radwegs im Bereich der bisherigen Straßentrasse. Darüber hinaus wurde im gesamten Baulos die abschließende Asphaltschicht aufgebracht. Ebenso erfolgten die Rekultivierung der beanspruchten Flächen sowie die landschaftliche Einbindung des Bauwerks.

Im Bereich des Blasiskagrabenbachs wurde zudem das Gerinne neu hergestellt. Im Kreuzungsbereich mit dem Radweg wurde eine Furt ausgeführt, die sowohl den wasserbaulichen Anforderungen als auch der neuen Radwegführung Rechnung trägt.

 

LH-Stv. Josef Geisler: „Mit der Haslachgalerie haben wir eine dauerhafte Lösung für einen Straßenabschnitt geschaffen, der nach den schweren Unwettern und schneereichen Wintern der vergangenen Jahre zunehmend Naturgefahren ausgesetzt war.“

 

Bereits die Hauptbauphase war schneller als ursprünglich vorgesehen verlaufen. Ein niederschlagsarmer Winter hatte einen frühen Baustart ermöglicht. Gleichzeitig konnten Erdarbeiten, Spezialtiefbau und Betonbau eng aufeinander abgestimmt werden. Dadurch war es möglich, die wesentlichen Arbeiten an der 200 Meter langen Galerie innerhalb einer einzigen Bausaison umzusetzen und das Bauwerk bereits vor dem Winter 2025/2026 für den Verkehr zu öffnen.

Auch während der Bauphase blieb die Landesstraße weitgehend befahrbar. Verkehrsbehinderungen konnten auf einzelne Bauabschnitte und zeitlich begrenzte einspurige Führungen reduziert werden.

 

Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol/Pichler

24. August 2026 um