Ganzjährige Kinderbetreuung im Osttiroler Oberland im Fokus
Die intensiven Bemühungen von Seiten der beteiligten Unternehmen und Gemeinden um eine ganzjährige Kinderbetreuung im Oberland gehen weiter, auch wenn der Hort Tessenberg vorübergehend pausieren muss.
Seit September 2023 gab es den Hort in Tessenberg, ein Vorzeigeprojekt, das zeigt, wie Unternehmen und Gemeinden gemeinsam Kinderbetreuung realisieren können. Leider muss der Hort in diesem Schuljahr geschlossen bleiben. Grund dafür ist die aktuell geringe Zahl verbindlicher Anmeldungen.
Dennoch sind die Projektbeteiligten, bestehend aus den Unternehmen Euroclima Apparatebau GmbH, E.G.O. Austria Elektrogeräte GmbH, HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH, Loacker Konfekt GmbH und Nordpan Rubner Holzbauelemente GmbH sowie den Gemeinden Abfaltersbach, Heinfels, Strassen und Sillian, dem Osttiroler Kinderbetreuungszentrum und dem Regionsmanagement Osttirol bemüht, eine verlässliche Betreuung anzubieten.
„Unser Ziel bleibt ein ganzjährig geführter Hort, wie er seit 2023 erfolgreich in Tessenberg bestand”, erklärt Franz Schneider, Bürgermeister von Sillian. Eine Weiterführung sei mit den derzeitigen Anmeldezahlen leider nicht machbar. „Wir gehen jedoch davon aus, dass der Bedarf in den nächsten Jahren wieder steigen wird. Mit Blick auf die Prognosen des Landes Tirol planen wir eine Wiederaufnahme spätestens im Schuljahr 2026/27“, informiert Sabine Bodner, Geschäftsführerin des OK-Zentrums. Sie fügt hinzu, dass der Bedarf in den Ferien immer am größten gewesen sei. Damit die Kinder trotz der Pause des Hortes in den Ferien betreut werden können, hat die Projektgruppe folgende Betreuung geplant: In den Semester- und Osterferien 2026 übernimmt die Gemeinde Sillian gemeindeübergreifend die Organisation einer Betreuung im Kindergarten Sillian für Kinder von 3 bis 14 Jahren, täglich geöffnet von 7.00 Uhr bis 13.:00 Uhr. Anmeldungen zur Ferienbetreuung (Semesterferien) sind ab sofort über die Gemeinde Sillian möglich. Die Sommerbetreuung 2026 wird über das OK-Zentrum organisiert. finanziell unterstützt durch die Partnerbetriebe.
„Gerade während der langen Ferienzeiten zeigt sich, wie wichtig verlässliche Angebote sind. Als regional verankertes Unternehmen unterstützen wir diese Lösungen mit voller Überzeugung, denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch eine Frage regionaler Verantwortung“, betont Tinneke Gies, Geschäftsführerin der Loacker Konfekt GmbH und Mitglied der Projektgruppe. Um die Betreuung der Kinder sicherzustellen, die bereits jetzt einen Platz benötigen, wurde gemeinsam mit den Gemeinden und Partnerbetrieben eine Übergangslösung geschaffen. In Abfaltersbach wurde die bestehende schulische Nachmittagsbetreuung erweitert, um zusätzlich Kinder aus den umliegenden Gemeinden aufnehmen zu können. „Es freut mich, dass wir durch die Erweiterung unserer Öffnungszeiten einen wichtigen Beitrag leisten können, damit kein Kind ohne Betreuung bleibt“, so Anton Brunner, Bürgermeister von Abfaltersbach. Auch die Tagesmutter in Strassen wird als ergänzende Betreuungsmöglichkeit genutzt.
Damit die Kinder ihre Betreuungsplätze auch erreichen können, bleibt der Fahrdienst bestehen. An drei Tagen pro Woche werden die Kinder von der Schule oder dem Kindergarten abgeholt, und nach Abfaltersbach bzw. Strassen gebracht.
Text: Redaktion, Foto: © RMO/E. Bachmann


