Nur 4 Monate im Amt: Herbert Zambra tritt als Leiter der Osttiroler Bergrettung zurück

Hintergrund des überraschenden Rücktritts sind Differenzen mit der Landesleitung. Ende September hatten vor allem Osttiroler Ortsstellen einen Misstrauensantrag gegen Landesleiter Ekkehard Wimmer unterstützt.

Herbert Zambra hat am Dienstag, 7. Oktober, überraschend seinen Rücktritt als Bezirksleiter der Osttiroler Bergrettung erklärt. Er hatte das Amt erst am 6. Juni 2025 von Peter Ladstätter übernommen. Den Rücktritt nach nur vier Monaten im Amt begründete der Lienzer mit Differenzen gegenüber der neuen Landesleitung.

Zambra kritisierte in einem Schreiben die Vorgehensweise der Führungsspitze der Tiroler Bergrettung, die „nicht seinem Verständnis von Kameradschaft und respektvollem Miteinander entspreche”.

Bereits bei der außerordentlichen Landesversammlung Ende September in Telfs war deutlich geworden, dass die Unzufriedenheit mit der Landesleitung – insbesondere in Osttirol – groß ist. Ein Misstrauensantrag gegen Landesleiter Ekkehard Wimmer wurde abgelehnt – viele Gegenstimmen kamen aus dem Bezirk Lienz.

Mit seinem Rücktritt stellt sich Zambra demonstrativ hinter die Ortsstellenleiter. Er versprach, dass die Bergrettung in Osttirol trotz seines Ausscheidens weiterhin gut funktionieren werde.

Hintergrund des Konflikts dürfte auch ein Vorfall bei einem Hundestaffel-Kurs im Frühjahr in Nordtirol gewesen sein, bei dem es zu Suspendierungen wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung kam. Die daraus resultierenden Spannungen trugen offenbar zur Eskalation innerhalb der Tiroler Bergrettung bei.

 

Text: Redaktion, Foto: Elias Bachmann

09. Oktober 2025 um