Lawinenwarndienst Tirol erweitert sein Info-Service

Noch präziser, einfacher und übersichtlicher präsentiert der Lawinenwarndienst Tirol ab sofort sein Info-Service für die Tourenplanung auf www.lawine.report.

Das schöne und milde Wochenendwetter und die niedrige Lawinengefahrenstufe 1 in der gesamten Euregio wird wieder viele WintersportlerInnen in die Berge locken. Damit der Ausflug auch abseits gesicherter Pisten möglichst sicher bleibt, hat der Lawinenwarndienst Tirol sein Info-Service weiter ausgebaut. Zu den besonderen Neuerungen zählen überschaubarere Gefahrenstufenkarten auf der Startseite, eine verbesserte Kartendarstellung im Fall einer schlechten Internetverbindung, eine weitere Verdichtung der Wetter-Messstationen sowie alternative Bezugskanäle für den Lawinenreport nach der konzernseitigen Einstellung des bisherigen WhatsApp-Services.

 

Eine klassische Gleitschneelawine, aufgenommen in den vergangenen Tagen bei einem Erkundungsflug des Lawinenwarndienstes Tirol im hinteren Stubaital

 

Gefahr von Gleitschneelawinen

Für das beginnende Wochenende gibt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, die Lawinengefahrenstufe 1 aus. „Insgesamt herrscht eine niedrige Lawinengefahr. Nur ein Problem bleibt uns durch den zu warmen und zu trockenen Herbst heuer den gesamten Winter über erhalten – die Gefahr von Gleitschneelawinen mangels eines gefrorenen Grasbodens.“

Der Lawinenexperte weist dabei auf das Erkennen einer bevorstehenden Gleitschneelawine hin. „Entdeckt man Risse in der Schneedecke – wir bezeichnen sie als sogenannte Lawinenmäuler – heißt es, besonders vorsichtig zu sein und das Gebiet zu umgehen bzw. zu meiden. Lawinenmäuler entstehen durch einen nicht gefrorenen Grasboden, auf dem eine feuchte Schneedecke liegt. Reißt hier die Schneedecke, geht der gesamte Schnee bis zum Grasboden ab.“

 

Erweitertes Info-Service unter www.lawine.report

• Neu ist die Anzeige der beiden Gefahrenstufenkarten von Vormittag und Nachmittag als Gesamtgrafik auf der Startseite. Vorher musste man selbständig zwischen Vormittag und Nachmittag umstellen. Jetzt springt sofort ins Auge, wenn sich die Gefahrensituation über den Tag ändert. Zudem trägt eine schlankere Menüführung mit prominenterer Kartendarstellung zu mehr Übersicht bei.

• Sobald die Seite geladen wird, stehen sämtliche Berichte aller für den Tag eingeschätzten Warnregionen sofort zur Verfügung. Sollte das Klicken auf die Karte nicht möglich sein (z.B. bei schlechter Internetverbindung), können trotzdem alle Berichte gelesen werden.

• Die Daten sämtlicher 204 Wetterstationen stehen NutzerInnen topaktuell jetzt auch direkt auf www.lawine.report zur Verfügung. Neu ist der Zugang zu den Stationen: Dieser erfolgt im Menüpunkt „Schnee & Wetter“ über Links, die sowohl bei den Wetterkarten als auch bei der neu gestalteten Liste der Stationsmesswerte integriert wurden.

• Das neue Handbuch im Menüpunkt „Ausbildung & Prävention“ informiert über den Lawinenreport und weitere Services.

• Direkt unter https://lawinen.report/simple/de.html kann jetzt eine vereinfachte Version des Lawinenreports abgerufen werden, welche auch bei schlechter Internetverbindung schnell lädt. So hat man eine höhere Chance, auch in entlegenen Gebieten mit schlechter Internetabdeckung über die Schnee- und Lawinensituation informiert zu werden.
Die bisherigen AbonnentInnen des Lawinenreports wurden bereits informiert, dass man diesen nicht mehr über WhatsApp beziehen kann. Dies hängt mit der konzernseitigen Einstellung des bisher angebotenen Services zusammen. Stattdessen wurden alternative Bezugskanäle eingerichtet.
Dieses Video zeigt, wie es funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=MSbS-vUad-w

 

 

Text: Redaktion, Grafik/Foto: Lawinenwarndienst Tirol

10. Januar 2020 um