Anzahl der Straftaten in Osttirol auf Niedrigststand
Die Anzahl der Delikte ist im Jahr 2015 in Osttirol auf einen Niedrigststand gesunken. 1.650 Straftaten wurden zur Anzeige gebracht, 54,6% davon geklärt.
Insgesamt sind die Delikte in Osttirol im vergangenen Jahr um 4,1% gegenüber 2014 gesunken. Das berichtet das Bezirkspolizeikommando in einer Aussendung. 1.650 Straftaten wurden zur Anzeige gebracht, 2.361 Delikte bedeuteten 2007 in den letzten zehn Jahren den Höchststand. Die strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben sind mit 400 Fällen fast gleich geblieben, 64 Delikte gegen die Freiheit bedeuteten einen Rückgang von 4,5% gegenüber 2014. 942 Anzeigen in Zusammenhang mit strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen wurden behandelt, 79 Fälle oder 7,7% weniger als 2014. Die Diebstähle gingen um 3,8% auf 354 Fälle zurück. Die Einbruchsdiebstähle erhöhten sich jedoch um 102 Fälle, wobei jene in Firmen und Geschäfte um 28% zu-, jene in Wohnungen und Wohnhäuser aber um 45,8% abnahmen.
Die Sachbeschädigungen waren mit 23,7% und die Cyber Crime mit 14,3% stark rückläufig. Einen leichten Anstieg gab es bei der Suchtmittelkriminalität, nämlich von 93 auf 96 Fälle. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt sei die sichtbare Polizeipräsenz in Form von Fußstreifen gewesen. Rund 2.100 Fußstreifenstunden wurden 2015 von den Osttiroler Polizistinnen und Polizisten geleistet. „2016 legen wir den kriminalpolizeilichen Schwerpunkt mit präventiven und repressiven Maßnahmen auf die Einbruchskriminalität. Im Mittelpunkt polizeilicher Präventionsarbeit stehen darüber hinaus ältere Menschen, Frauen und Jugendliche. Für Frauen haben wir einen speziellen Vortrag entwickelt, bei dem wir hilfreiche Anregungen im Umgang mit Aggression und Gewalt sowie zur Stärkung der Selbstbehauptung geben“, so Bezirkspolizeikommandant Silvester Wolsegger, MAS.
Text: Raimund Mühlburger, Symbolfoto: Fotolia/Peter Maszlen

