Kriminalitätsstatistik 2025: 61 Prozent der Straftaten konnten geklärt werden

Nach einem Anstieg der erfassten Delikte im Jahr 2023 auf 1.773 sank die Zahl im Jahr 2024 auf 1.712 Delikte und verblieb im Vorjahr mit 1.705 Straftaten in etwa auf diesem Niveau. 61,1 Prozent dieser Straftaten konnten geklärt werden.

Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben nehmen nach einem Rückgang im Jahr 2024 (357 Delikte) auf 394 Delikte im Jahr 2025 (+10,4%) zu.

Im Bereich der Körperverletzungen gab es neuerlich einen Rückgang von etwa 7 %, von 141 Delikten im Jahr 2024 auf gesamt 131 Delikte im Jahr 2025.

Nötigungen stiegen von 16 Delikten im Jahr 2024 auf 26 im Vorjahr und entsprechen einem Anstieg von etwa 62 %. (vgl. 2023: 31 Delikte).

Die gefährlichen Drohungen stiegen in den Vergleichsjahren von 52 (2024) auf 56 (2025) Fälle.

Die strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität sind von 19 (2024) auf 22 Delikte (2025) gestiegen. Die Aufklärungsquote beträgt 81,8 %.

Strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen sanken von 890 strafbaren Handlungen im Jahr 2024 auf 811 Delikte im Jahr 2025.

Die Zahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen stieg von 1 (2024) auf 6 Fälle im Jahr 2025. Die Zahl von Einbruchsdiebstählen in Keller sank von 21 auf 7 angezeigte Delikte.

Die Zahl der leichten Sachbeschädigungen sank von 184 Fällen auf 173 Delikte. Die Anzahl der schweren Sachbeschädigungen nahm im Vergleichszeitraum von 5 auf 4 Delikte ab.

Diebstähle wurden 2025 insgesamt 220-mal zur Anzeige gebracht, 2024 lag die Anzahl bei 236 angezeigten Delikten.

Die Zahl der Erpressungen stieg von 14 Delikten im Jahr 2024 auf 17 im Jahr 2025.

Die Anzahl der angezeigten Delikte nach dem Suchtmittelgesetz stieg von 156 Fällen im Jahr 2024 auf 165 im Folgejahr.

2025 wurden im Bereich des Internetbetrugs 151 Delikte angezeigt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 2,6 Prozent (2024: 155 Delikte).

Im Bereich Cybercrime im engeren Sinne (u.a. Money Mules – Personen, die im Internet rekrutiert werden und sich durch die Weiterleitung illegaler Gelder der Geldwäscherei schuldig machen) wurde eine Steigerung von 71 auf 85 Delikte registriert.

Fälle von Erpressung im Internet stiegen von 16 Delikten im Jahr 2024 auf 17 im Jahr 2025.

Bezirkspolizeikommandant Michael Jaufer zu Statistik: „Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Schwerpunktthemen richtig gesetzt wurden. Diese werden für 2026 wiederum an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Die Entwicklung der IT – Delikte entspricht im Wesentlichen dem landesweit feststellbaren Trend. Im Bezirk Lienz wird die Polizei weiterhin einen entsprechenden Beitrag in Form von schwerpunktmäßigen Aussendungen und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Die Anzeigen im Bereich Suchtmittelkriminalität verbleiben in etwa auf dem Vorjahresniveau, was auf den ersten Blick auf eine stabile Lage hinzuweisen scheint. Es ist jedoch davon auszugehen, dass strafbare Sachverhalte im Bereich des sogenannten Dunkelfeldes verbleiben, also in jenem Bereich welcher im Rahmen der Ermittlungen der Polizei oder im Zusammenhang mit dem Anzeigeverhalten unsichtbar verbleibt. Entsprechend beschreitet die Polizei im Bezirk Lienz in diesem Handlungsfeld neue Wege wie etwa durch Zusammenarbeit mit Zoll und Finanzpolizei bei der schwerpunktmäßigen Kontrolle von Verteilerzentren. Darüber hinaus wird an die Menschen im Bezirk appelliert, bei Kenntnis von entsprechenden Delikten Anzeige zu erstatten, um polizeiliche Ermittlungen zu ermöglichen und entsprechend zielführende Maßnahmen setzen zu können. Die möglichst effiziente Gestaltung der sichtbaren Präsenz von Polizeistreifen im öffentlichen Raum zu Präventionszwecken hat sich bewährt und wird weiterhin schwerpunktmäßig forciert. Es wird am Bezirkspolizeikommando Lienz sichergestellt, dass im Bereich Gewalt in der Privatsphäre kompetente Ansprechpartner:innen zur Verfügung stehen, welche Opfer insbesondere auch in Zusammenarbeit mit Opferschutzeinrichtungen unterstützen können.“

 

Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute

01. April 2026 um