„Integriertes Wohnen Tirol“ feierte 5 Jahre Standort in Lienz

Die IWO Tirol gem. GmbH blickt auf fünf Jahre engagierte psychosoziale Begleitung in Osttirol zurück. Das Konzept von IWO Tirol trägt auch im Bezirk Lienz wesentlich zur Erweiterung der psychosozialen Versorgung bei.

„Integriertes Wohnen Tirol“ arbeitet mit vielen anderen Trägerorganisationen, niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten und auch mit der psychiatrischen Abteilung des Bezirkskrankenhauses Lienz eng zusammen – mit dem gemeinsamen Ziel, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Die psychosoziale Einzelbegleitung/Case Management bietet individuelle Unterstützung, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu stärken und ihre Selbstbestimmung zu fördern. Die Bereiche Existenzsicherung, Haushaltsführung, gesundheitliche Belange, persönliche Anliegen sowie Case und Care Management sind die Hauptinhalte des Angebots von IWO Tirol.

Es wird professionelle Unterstützung sowohl in der eigenen Wohnung als auch in Trainingswohngemeinschaften angeboten. Im Bezirk Lienz werden derzeit ca. 25 Personen durch das Angebot unterstützt, seit über 35 Jahren werden in allen Tiroler Bezirken derzeit 170 Menschen begleitet. Die Betreuung wird von qualifizierten Fachkräften durchgeführt, die individuell auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten eingehen.

 

Soziallandesrätin Eva Pawlata eröffnete die Feier am Donnerstag, 13. November.

 

„Unser Ziel ist es, Barrieren abzubauen und eine inklusive Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch die Unterstützung erhält, die er braucht, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Gabriela Ebner-Rangger. „Wir sind überzeugt, dass die psychosoziale Begleitung ein wichtiger Schritt ist, um Chancengleichheit und Menschenrechte zu stärken“, führt die Geschäftsführerin weiter aus.

Koordinator Dipl.-Päd. Mario Waldhuber gibt einen Überblick über die Herausforderungen des Betreuungsalltags: „Herausforderungen entstehen oft aus dem jeweiligen Krankheitsbild – etwa wenn Menschen mit Zwangs- oder Angststörungen schon beim Verlassen der Wohnung oder beim Einkaufen Unterstützung brauchen. Wir begleiten sie in solchen Alltagssituationen, ohne jedoch therapeutische Arbeit zu leisten. Dafür holen wir uns bei Bedarf fachliche Expertise von Therapeutinnen und Therapeuten. Suchterkrankungen stehen nicht im Fokus, werden aber durch gute Vernetzung und passende Angebote mitberücksichtigt.“

Landesrätin Eva Pawlata betont die Bedeutung des Angebots von IWO Tirol für ein selbstbestimmtes Leben und die psychosoziale Unterstützung im Land Tirol: „IWO Tirol setzt unmittelbar bei den Menschen an – bei ihren grundlegenden Bedürfnissen und dem, was ein selbstbestimmtes Leben ausmacht. Leistbares und geeignetes Wohnen ist dabei ein zentraler Baustein. Gerade Menschen, die aufgrund ihrer familiären Herkunft, durch Fluchterfahrungen oder herausfordernde individuelle Lebenswege weniger Chancen haben, Krisen aus eigener Kraft zu bewältigen, finden bei IWO Tirol Unterstützung und Begleitung. Dafür steht diese Einrichtung – verlässlich und nah an den Menschen.“

 

Text: Redaktion, Fotos: IWO Tirol gem. GmbH/Mario Waldhuber, Nadine Walch

14. November 2025 um