Innsbruck, Bozen, Trient: Euregio fördert 24 Uni-Austauschprojekte
Im Studienjahr 2025/2026 unterstützt die Euregio erneut den Austausch und die Mobilität von Studierenden, Professor:innen sowie Dozent:innen. Über den EuregioMobilityFund werden dafür über 143.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Der EuregioMobilityFund wurde im Studienjahr 2014/2015 eingeführt. Etwa 1.200 Studierende und 200 Lehrende aus verschiedensten Wissenschaftsbereichen haben an den Projekten der bisherigen sieben Ausschreibungen teilgenommen.
Für die achte Ausschreibung wurden 24 Projekte eingereicht. Bei jedem Projekt ist eine Universität als Koordinator und mindestens eine weitere Universität als Partner beteiligt. Die Freie Universität Bozen wird zehn, die Universitäten Innsbruck und Trient werden je sieben Projekte koordinieren. Pro Projekt konnte eine maximale Fördersumme von 8.000 Euro beantragt werden.
„Wissenschaft lebt von Mobilität, Offenheit und internationalem Austausch. Programme wie der EuregioMobilityFund machen diese Dynamik greifbar und zeigen, wie eng die Universitäten in Innsbruck, Bozen und Trient zusammenarbeiten. Gerade junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren davon, ein internationales Netzwerk aufzubauen und aktuelle Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Diese Vielfalt an Ideen stärkt nicht nur die Forschung, sondern auch die Innovationskraft der gesamten Euregio“, betont Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele.
Vier Projekt-Beispiele
Wie der Austausch von Wissen, das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch universitärer Gegebenheiten und Möglichkeiten in der Euregio aussehen können, belegen vier trilaterale Beispiele:
So stellt ein Projekt die aufkommende Schnittstelle zwischen Vision-Transformer-Architekturen und zentrale Herausforderungen in der Informationssicherheit, Multimedia-Forensik und im Datenschutz in den Fokus. Vertieft werden aktuelle Fortschritte im Deep Learning für sichere und datenschutzfreundliche Multimedia-Verarbeitung.
Ein Projekt zur geschlechtsspezifischen Gewalt bezieht Studierende der Rechtswissenschaften und Sozialarbeit ein. Unter anderem werden die fortgeschrittenen rechtlichen Instrumente in Österreich mit der laufenden italienischen Debatte über die Einführung eines spezifischen Straftatbestands des Femizids verglichen.
Eine Sommer School zu Gesundheitsökonomie und Health Technology Assessment wird die Studierenden in die Bewertung klinischer, ökonomischer und ethischer Aspekte von Gesundheitstechnologien einführen – mit Expertisen aus Wirtschaft, Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen, Biotechnologie, Gesundheitswesen und Statistik.
Wie die eigene Forschung gut präsentiert und durch Feedback verbessert werden kann, können Nachwuchsforschende auf der jährlichen internationalen Konferenz Cognitive Science Arena (CSA) an der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen üben.
Text: Redaktion, Foto: Giovanni Comparin


