Glockner: Tödlicher Absturz nach Lawinenabgang
Ein 31-jähriger Bergsteiger aus Südtirol ist am Samstagfrüh, 3.6., am Großglockner von einer Lawine erfasst und getötet worden. Ein zweiter Bergsteiger überlebte.
Gegen 5.00 Uhr waren am Samstag, 3. Juni 2017, zwei Südtiroler im Alter von 31 Jahren von Kärntner Seite aus aufgebrochen, um über die Glockner-Nordwand auf den Gipfel zu gelangen. Gegen 6.30 Uhr früh löste sich in der Aschenbrenner-Route auf einer Seehöhe rund 3.500 Meter oberhalb der seilfrei steigenden Männer plötzlich ein Schneebrett. Einer der beiden Alpinisten wurde von der Lawine erfasst. Er stürzte lt. Polizeiangaben rund 300 Meter über steiles und felsiges Gelände ab und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der zweite Bergsteiger konnte sich noch hinter einem Felsrücken in Sicherheit bringen. Er wurde per Hubschrauber unverletzt ins Tal gebracht. Aufgrund der vorherrschenden labilen Verhältnisse mit drohendem Steinschlag und weiteren Lawinenabgängen gestaltete sich die Bergung als äußerst schwierig. Im Einsatz standen neun Mitglieder der Bergrettung Heiligenblut, fünf Alpinpolizisten sowie der Hubschrauber C7 und der Hubschrauber des Innenministeriums. Eine weitere Bergsteigergruppe, die ebenfalls auf der angeführten Route unterwegs war, beobachtete das Unglück und kehrte um.
Text: Redaktion, Foto: LPD Kärnten


