Bezirksfeuerwehrverband Lienz erweitert sein Gebäude um eine Funkzentrale
Ausgebaut und zukunftsorientiert adaptiert wird das Gebäude des Bezirksfeuerwehrverbandes Lienz. 900.000 Euro investiert das Land Tirol – aufgeteilt auf drei Jahre. Der Spatenstich erfolgte am Mittwoch, 12. November.
„Wir konnten uns bei der Planung auf klare Aussagen der Stadt Lienz verlassen. Wir haben uns gefragt, was wirklich gebraucht wird und was zweckmäßig und wirtschaftlich ist“, erklärte Sicherheitslandesrätin Astrid Mair beim Spatenstich.
Das Gebäude des Bezirksfeuerwehrverbandes (BFV) Lienz befindet sich am Areal der Freiwilligen Feuerwehr Lienz. „Eigentümer ist die Stadt Lienz. Der Bau wird von der Feuerwehr organisiert und vom Land finanziert. Abgewickelt wird die Erweiterung über die Stadtgemeinde. Es handelt sich um wichtige Infrastruktur, damit unser Bezirksfeuerwehrverband auch in Zukunft bestmöglich für Einsätze, Großschadensereignisse und Ausbildungserefordernisse gerüstet ist“, betonte die Lienzer Bürgermeisterin LA Elisabeth Blanik.
„Das bestehende Gebäude ist mittlerweile 20 Jahre alt. Seit wir 2003/2004 eingezogen sind, hat sich das Aufgabenspektrum stark erweitert. Besonders bei den Großschadensereignissen zwischen 2018 und 2020 wurde deutlich, dass wir keine geeigneten Räumlichkeiten für interne Abstimmungen oder die Pressearbeit zur Verfügung hatten“, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl.

Bereits 2022 wurde im Auftrag des Bezirksfeuerwehrverbandes eine mögliche Erweiterung des bestehenden Standorts entwickelt. Nach Prüfung zweier Varianten – einer Aufstockung oder eines Um- und Zubaus – entschied man sich für die zweite Lösung.
Der Zubau erfolgt auf derselben Ebene wie das bestehende Obergeschoss und erweitert das Gebäude an der Süd- und Ostseite durch einen L-förmigen Baukörper. Der Grünbereich wird überbaut, wodurch im Erdgeschoss vier zusätzliche Stellplätze, ein überdachter Eingangsbereich sowie Fahrradabstellplätze entstehen. Die Treppenanlage bleibt unberührt.
An der Nordseite wird eine Küche mit angeschlossenem, frei auskragendem Balkon errichtet. Die statische Konstruktion aus Stahlbetonstützen und einer Betonplatte mit darüberliegender Leichtbaukonstruktion (Holzriegel- bzw. Holzmassivbau) orientiert sich an der bewährten Bauweise des Bestands.
Ein Flachdach mit umlaufender Attika, die an der Straßenseite sattelartig ausformuliert ist, schließt das Gebäude nach oben ab. Die Fassadengestaltung wird an das restliche Gebäude (Faserzementplatten und Kunststofffenster) angepasst.

Im Zubau werden neue Büroräumlichkeiten für das Bezirksfeuerwehrkommando, die neue Funkzentrale, eine Küche mit Aufenthaltsbereich und Balkon sowie die Erweiterung des Sitzungs- und Schulungsraums untergebracht. Im bestehenden Gebäudeteil befinden sich die Sanitärräume, der erweiterbare Sitzung- und Schulungsraum, ein Besprechungsraum und diverse Lagerräumlichkeiten.
Geplant wurde das Gebäude vom Architekturbüro Machne Architekten ZT GmbH. Ausgeführt wird es von der Bauunternehmung Frey. Zu Einschränkungen in der Sicherheitskette kommt es während der Bauzeit nicht, wie Philipp Glanzl vom Architekturbüro bestätigt: „Während der Bauzeit kann der Bestand weitestgehend genutzt werden. Dieser wird erst nach der Fertigstellung des Zubaus umgebaut. Dadurch ergibt sich zwar eine kurze Zeitspanne, in welcher die Funkzentrale nicht in Betrieb ist, die Notrufe werden aber an die Landesleitzentrale weitergeleitet“, so Glanzl.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Visualisierung: Machne Architekten ZT GmbH.


