Alarmübung der Feuerwehr: Mobilmachung der Osttiroler KHD-Züge erfolgreich
Insgesamt 16 Fahrzeuge und 92 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus ganz Osttirol nahmen am 27. und 28. März an einer groß angelegten Alarm- und Mobilmachungsübung der Katastrophenhilfsdienste (KHD) teil.
Ziel war es, die Alarmierung, Aufstellung und rasche Verlegung der KHD-Züge im Bezirk unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Die Übung startete mit der Alarmierung aller beteiligten Feuerwehren. Als Sammelpunkt diente der LKW-Parkplatz der Firma Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH.
Der Feuerwehr-Bezirksführungsstab sowie die Bezirkszentrale koordinierten unter der Führung des Bezirksfeuerwehrkommandos die Alarmierung und Mobilmachung der erforderlichen Feuerwehrkräfte. Im Anschluss erfolgte eine geordnete Kolonnenfahrt nach Oberdrauburg, wo der zweite Teil der Übung durchgeführt wurde.
Befehlsausgabe der KHD-Züge beim Sammelpunkt Firma Liebherr
Im Drauforum Oberdrauburg wurden die Teilnehmer mit mehreren Fachvorträgen zu aktuellen Herausforderungen im Katastropheneinsatz geschult. Der Bezirksfeuerwehrverband bedankt sich beim Bürgermeister von Oberdrauburg, Stefan Brandstätter, bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberdrauburg mit Kommandant Johannes Egger sowie beim Abschnittsfeuerwehrkommandanten für das Obere Drautal, Christian Kalser, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten sowie für die ausgezeichnete Verpflegung der Einsatzkräfte.
DI Markus Dürauer vom Landesfeuerwehrverband Niederösterreich hielt einen Vortrag über die Herausforderungen der Hochwasserkatastrophe 2024 in Niederösterreich, Patrick Reinisch von der Freiwilligen Feuerwehr Lienz sprach in seinem Fachvortrag über den Einsatz von CO-Meldern als persönliche Schutzausrüstung.
v.l.n.r.: Bezirksfeuerwehrkommandant-Stv. Johann Obererlacher, DI Markus Dürauer (Landesfeuerwehrverband Niederösterreich), Patrick Reinisch (Feuerwehr Lienz), Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl, Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner
KHD-Züge werden in allen Bezirken Tirols sowie in den übrigen Bundesländern Österreichs vorgehalten, um bei Katastrophenereignissen überregional wirksame Hilfe leisten zu können. Sie kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn Gemeinden oder Bezirke Unterstützung über die eigenen Kräfte hinaus benötigen.
Die Bedeutung dieses Systems zeigte sich zuletzt 2025 beim Großbrand im Abfallwirtschaftszentrum in Nußdorf-Debant, bei dem unter anderem zwei KHD-Züge aus Kitzbühel und Kufstein zur Unterstützung nach Osttirol entsandt wurden.
Bezirksführungsstab und Bezirkszentrale bei der Koordination
Die Alarmübung bestätigte erneut die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Osttiroler Feuerwehren. Die gesetzten Übungsziele – rasche Alarmierung, strukturierte Aufstellung und effiziente Verlegung der KHD-Züge – konnten erfolgreich erfüllt werden.
Text: Redaktion, Fotos: Bezirksfeuerwehrverband Lienz


