Geflügeltes Kunstwerk als verbildlichte Sehnsucht
Die an der Grenze zu Osttirol gelegene Marktgemeinde Winklern hat eine neue Attraktion: An einem schönen Aussichtsplatz oberhalb des Ortes wurde ein „Homo Volucris“ des weitum bekannten Künstlers Hans Peter Profunser installiert.
Seit dem Jahr 2018 wurde in Winklern der Plan verfolgt, an den drei Ortszufahrten Skulpturen als Blickfang aufzustellen. Die Idee dazu ging auf einen Vorschlag des Vorstandsmitglieds Walter Klocker zurück. Nachdem im damaligen Haushaltsplan noch Spielraum blieb, wurden die Skulpturen vom Gemeinderat gewidmet – eine gemeinsame Entscheidung, die trotz Spardrucks auch in der folgenden Gemeinderatsperiode bestätigt wurde.
Der „geflügelte Mensch“ soll auch zur besseren Bekanntheit von Winklern beitragen – als ein Symbol für die Verbindung von Mensch, Tier und Natur im Nationalpark. Im Bild links der Winklerner Bgm. Johann Thaler mit Künstler Hans-Peter Profunser (rechts)
Als erstes wurde der „Bauer“ am Talboden vom Obervellacher Holzbildhauer Hannes Naschenweng gestaltet. Für die zweite Skulptur am Berg, die wesentlich stärkeren Wetterbelastungen ausgesetzt sein würde, entschied man sich, den bekannten Drautaler Künstler Hans-Peter Profunser, der mit Metall arbeitet, zu beauftragen. Hans-Peter Profunser war sofort vom Ausblick und der Idee eines „Vogelmenschen“ inspiriert, ist doch sein liebstes Thema das Fliegen. Hier konnte er die Sehnsucht verbildlichen, über das Tal hinweg in das Panorama der atemberaubenden Mölltaler Bergwelt zu segeln. Profunser schuf mehrere Modelle für die Figur, die in Gesprächen mit dem Gemeinderat und bei Besuchen in seinem Atelier in Berg im Drautal schließlich ihre finale Gestalt annahm. So war auch die Höhe der Figur wichtig – es sollte bei Fotos ja auch das Tal mit ins Bild kommen. Die Familie Grogger erlaubte eine Ausweitung des Standplatzes in ihr Feld. Mit der tatkräftigen Hilfe des Bürgermeister wurde der „Homo volucris“ schließlich im heurigen Jahr am Zenzparkplatz aufgestellt. Die offizielle Einweihung ging am 22. August 2025 im Beisein des Künstlers und seiner Frau Anita über die Bühne.

Text: Redaktion, Fotos: Heidi Schober, Melitta Fitzer





