260 Soldaten angelobt: Jägerbataillon 24 feierte in Lienz sein 50-jähriges Bestehen
Gleichzeitig mit der Angelobung von 260 Soldaten des Militärkommandos Tirol und des Jägerbataillons 24 feierte der in Lienz und St. Johann i.T. stationierte Verband am Freitag, 26. September, in der Haspingerkaserne sein 50-Jahr-Jubiläum.
Selten zuvor wurden so viele Soldaten bei einem Termin in Osttirol angelobt. Anlass war auch die Jubiläumsfeier 50 Jahre Jägerbataillon 24. Vor der feierlichen Angelobung fand eine Waffen- und Geräteschau statt, das Platzkonzert der Militärmusik Tirol musste witterungsbedingt entfallen.
v.l.n.r.: LA Bgm. Martin Mayerl, Bezirkshauptfrau Dr. Bettina Heinricher, Oberst Peter Nuderscher (stv. Militärkommandant von Tirol), Oberst Matthias Wasinger (Kommandant Hochgebirgsjägerbataillon 24)
Mit der feierlichen Angelobung schlossen 260 Soldaten des Militärkommandos Tirol und des Jägerbataillon 24 der 6. Gebirgsbrigade den ersten Teil ihres Grundwehrdienstes ab und gelobten, Volk und Land zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen.
„Ihr verpflichtet euch mit dem Sprechen der Gelöbnisformel zur gesetzestreuen und gewissenhaften Ausübung der euch übertragenen Aufgaben und Pflichten. Ihr übernehmt also Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft, die aus dem besonderen Treueverhältnis eines Soldaten zu Österreich und der Bevölkerung hervorgeht“, so Oberst Peter Nuderscher, stellvertretender Militärkommandant von Tirol.

Gegründet wurde das Bataillon mit Standorten in Lienz (Haspinger-Kaserne und Franz-Joseph-Kaserne) und St. Johann in Tirol am 15. Juli 1975. Es ist spezialisiert auf den Hochgebirgskampf und Einsätze unter extremen Witterungsbedingungen. Oberst Matthias Wasinger, der Kommandant des Hochgebirgsjägerbataillons 24, ging insbesondere auch auf die tiefe Verwurzelung in der Region, die Partnerschaft mit den 33 Osttiroler Gemeinden und auf internationale Einsätze ein.
Die Militärmusik Tirol gestaltete den Festakt musikalisch.
Das JgB 24 ist regelmäßig in internationalen Missionen aktiv und bringt seine alpine Expertise in herausfordernden Einsatzgebieten ein:
UNDOF (Golan-Höhen): Die 1. Kompanie war mehrfach am höchstgelegenen UN-Stützpunkt am Mount Hermon stationiert
UNIFIL (Libanon): Friedenssicherung im Nahen Osten
KFOR (Kosovo): Stabilisierungseinsatz in Südosteuropa
EUFOR Althea (Bosnien und Herzegowina): Unterstützung beim Aufbau sicherer Strukturen
Resolute Support Mission (Afghanistan): Ausbildung und Beratung lokaler Sicherheitskräfte

„Die Welt ist ein Krisenherd geworden. Zum Angriffskrieg in der Ukraine über die Drohnen im EU-Raum bis zum Pulverfass im Nahen Osten kommen noch Terror und Cyberkriminalität. Das erfordert höchste militärische und politische Wachsamkeit. Wenn man sich die vergangenen 80 Jahre vor Augen führt, darf man nicht vergessen, dass Friede auch immer Arbeit, Einsatz und Weitblick erfordert und dass Sicherheit einen Preis hat. Ihr habt euch für den Wehrdienst entschieden. Dieser ist kein Wellness-Urlaub, doch durch die gelebte Kameradschaft kann man auch die schwierigsten Situationen überstehen“, so Landtagsabgeordneter Martin Mayerl.
Oberst Matthias Wasinger überreichte Andreas Grimm im Auftrag des Bundespräsidenten das Goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich.
Andreas Grimm erhielt im Auftrag von Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Rahmen der Feier das Goldene Verdienstkreuz der Republik Österreich. Im Anschluss fand ein Show-Exerzieren der Garde aus Wien statt.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger


