Festival Dolomites in Toblach: 15 Jahre Klangkunst in den Bergen

Mit Standing Ovations, spürbarer Begeisterung und einem Programm von außergewöhnlicher Vielfalt ging am Freitag, 13. September, die Jubiläumsausgabe des Festival Dolomites im Gustav-Mahler-Saal im Kulturzentrum Toblach zu Ende.

Unter dem Motto „KunstGriffe” feierte das Festival Dolomites sein 15-Jahr-Jubiläum. 2010 bis 2025 – ein Festival mit Herz, Vision und Gänsehautgarantie. Was 2010 als mutige Vision von Maestro Gustav Kuhn und dem Haydn-Orchester von Bozen und Trient begann, ist heute ein unverzichtbarer Fixpunkt der Südtiroler Kulturszene.

Unter der künstlerischen Leitung von Maestro Daniele Spini und Dr. Hubert Stuppner gastierten in Toblach internationale Größen wie Ludovico Einaudi, das Gustav-Mahler-Jugendorchester, das Gewandhausorchester Leipzig, Jeffrey Tate, Daniele Gatti, Zubin Mehta, Martin Grubinger und Stefano Bollani.

Kurator Dr. Josef Duregger setzte mit Ausstellungen im Grandhotel Toblach starke regionale Akzente und brachte namhafte Südtiroler Künstlerinnen und Künstler wie Lois Anvidalfarei, Annemarie Laner, Christian Stecher, Wilma Kammerer, Julia Bornefeld oder Friedrich Feichter ins Festivalgeschehen ein.

Das Jubiläumsjahr 2025 stand ganz im Zeichen der Klangvielfalt und stilistischen Offenheit – von Klassik über Jazz bis hin zur kunstvollen Stummfilmvertonung – und bewies einmal mehr die Strahlkraft dieses Festivals, das seit 15 Jahren Herz und Seele von Publikum wie Künstlern gleichermaßen berührt.

 

Die künstlerischen Leiter Josef Feichter und Christoph Bösch prägten das Festival Dolomites 2025 mit ihrer kreativen Handschrift und sorgten für eine große stilistische Bandbreite.

 

Höhepunkte 2025

Eröffnungskonzert mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica am 25. August: Ein eindrucksvoller Abend, der Bach, Arvo Pärt und zeitgenössische Reflexionen vereinte und das Publikum mit stehenden Ovationen verabschiedete.

Salut Salon am 30. August: Das Quartett entzündete ein musikalisches Feuerwerk voller Virtuosität, Witz und Emotion – und brachte den Gustav-Mahler-Saal zum Leuchten.

Schaghajegh Nosrati am 31. August: Die Pianistin begeisterte mit Bach-Interpretationen von zeitloser Aktualität, begleitet von der Streicherakademie Bozen unter der Leitung von Georg Egger.

Jazz-Wochenende am 6. und 7. September: Mit dem Julia Hülsmann Quartet, Hildegunn Øiseth und dem Sarah Chaksad Large Ensemble erlebte Toblach Jazz auf höchstem Niveau – improvisationsstark, grenzüberschreitend und voller Energie.

Finale mit „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ am 13. September: Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker erhielt durch die Live-Vertonung von Jannik Giger und das Ensemble Phoenix Basel eine faszinierende, zeitgenössische Klangdimension – ein Höhepunkt, der das Jubiläum eindrucksvoll abrundete.

Ein neues Kapitel beginnt – Festival Dolomites ab 2026 im Spätwinter

Mit frischem Elan startet das Festival Dolomites in die nächste Dekade: Ab 2026 wird die traditionsreiche Konzertreihe in die spätwinterliche Jahreszeit verlegt – von Ende Februar bis Mitte März.

Ein Termin, den sich Musikliebhaber schon jetzt rot im Kalender anstreichen sollten, ist der 15. März 2026 im Gustav-Mahler-Saal Toblach. Auf dem Programm: Der gefeierte Dirigent Hossein Pishkar und die international renommierte Geigerin Veronika Eberle, begleitet vom Orchestra da Camera di Mantova. Gespielt werden Ludwig van Beethovens Violinkonzert sowie Felix Mendelssohn-Bartholdys Sinfonie Nr. 4, die berühmte „Italienische“.

 

Text: Redaktion, Fotos: Max Verdoes

01. Oktober 2025 um