Risikoethik und der Wert des Lebens im Mittelpunkt

Unter dem Titel „Pränataldiagnostik – uneingeschränkt empfehlenswert?“ fand am 14.5. in Lienz eine Gesprächsrunde im Rahmen der Initiative „einzigARTig“ statt.

Die medizinische Entwicklung ermöglicht heute sehr genaue Untersuchungen und Möglichkeiten, Krankheiten und Behinderungen bereits im Mutterleib zu erkennen und teilweise auch zu behandeln. Dennoch stellt die Ergebnisse betroffene Eltern oft auch vor Fragen und Entscheidungen, die sehr verunsichern können, denn nicht alle Behinderungen sind heilbar. Angesichts dieses gesellschaftspolitisch relevanten Spannungsfeldes folgten zahlreiche Besucher am 14.5.2014 der Einladung des Vereines „Hand in Hand“ zu einem Informationsabend in die Lienzer Spitalskirche. Dr. Birgit Volgger, Oberärztin an der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Bezirkskrankenhaus Lienz, referierte über vorgeburtliche Untersuchungen. Besonders spannend wurde es, als Sonja Horswell, Geschäftsführerin der Österreichischen Lebensbewegung, von konkreten Fällen aus ihrer Arbeit in der Begleitung von Frauen nach einer Abtreibung und über ihre Erfahrungen, die niemanden unberührt ließen und zum Nachdenken anregten, berichtete. Kinderarzt Dr. Robert Kovacic und Pia Schlichenmaier, Obfrau des Vereines „Hand in Hand für und mit behinderten Kindern“ nahmen Stellung und gaben ihre Sicht der momentanen Situation in der Gesellschaft und im Speziellen im Bezirk Lienz wieder. Es wurde aufgezeigt, was in Osttirol gut funktioniert und was noch gewünscht wird.

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Bei der anschließenden Diskussion, die verdeutlichte, dass es sich hier um ein sehr aktuelles Thema für uns alle handelt, kamen aus dem Publikum viele Fragen, die von den Referenten offen und einfühlsam beantwortet wurden. Besonders klar wurde der Wunsch nach einer Schwangerenberatung vor Ort artikuliert. Die Gesprächsrunde moderierte Andreas Weiskopf, der Leiter des Sonderpädagogischen Zentrums Lienz, unterstützt von Roman Maier vom Verein „Hand in Hand“.

Text: J. Hilgartner, Fotos: Verein „Hand in Hand“

17. Mai 2014 um