Osttirols Feuerwehren trotzen Stromausfällen
Immer öfter sind es Feuerwehrhäuser, in denen bei Großschadensereignissen (z.B. Starkschnee oder schwere Unwetter) die Einsatzleitungen der Osttiroler Gemeinden eingerichtet werden.
Der Bezirksfeuerwehrverband Lienz hat erste Schritte gesetzt, um in den Feuerwehrhäusern flächendeckend eine Notstromversorgung für Katastrophenfällen sicher zu stellen, damit für die Einsatzleitungen vor Ort entsprechende Voraussetzungen wie Funk- u. Telefonverbindung, Computer- und Internetunterstützung etc. gegeben sind und umsichtig gearbeitet werden kann.
Drei mobile Stromerzeuger auf Anhänger, 80 kvA für den Lienzer Talboden (Standort FF Lienz), sowie zwei 40 kvA Aggregate für das Iseltal (Standort FF Matrei) und das Oberland (Standort FF Strassen) wurden diesbezüglich vor kurzem vom Landesfeuerwehrverband Tirol ausgeliefert. Ebenso erhielten die Feuerwehren Amlach, Hopfgarten i.D., Matrei i.O. (für die Drehleiter), Oberlienz, Schlaiten, Strassen und die Bezirkszentrale in Lienz Stromerzeuger (13 kvA), um bei einem Stromausfall die Versorgung im Feuerwehrhaus aufrecht erhalten zu können.
Für den Ausfall der Funkumsetzer nach längeren Stromausfällen (wenn eine mobile Einspeisung aufgrund eines Schadensereignisses nicht mehr möglich ist) steht ein digitales Gateway (mobiler Funkumsetzer) zur Verfügung. Dieses wurde bereits bei der diesjährigen Schneekatastrophe im Winter am Kartitscher Sattel eingesetzt – so war eine Funkverbindung zwischen der Gemeinde Obertilliach und der Einsatzleitung in der BH Lienz möglich.
Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner freute sich: „Über 180.000 € haben hier das Land Tirol aus dem Katastrophenfond und die Gemeinden zur Verbesserung der Situation in Krisenfällen aufgebracht.“ „Alle reden vom Katastrophenschutz, wir machen ihn!“, ergänzte Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser.
Text und Fotos: Markus Tönig

