Drehstart für Film „Unter Blinden“ mit Andy Holzer

Der Film soll eine Reise von Sehenden in eine fremde, unbekannte Welt sein. Durch die Kraft des „Blind Climbers“ wird ein völlig anderes Bild von Behinderung gezeichnet.

Nach seiner wegen eines tragischen Lawinenunglücks abgebrochenen Mount Everest-Expedition beginnt der 46-jährige Tristacher Bergsteiger Andy Holzer am Montag, 21. Juli 2014, in Zusammenarbeit mit epo-film, Thimfilm und der Cine Tirol den Film „Unter Blinden“ zu drehen. „Der Film soll eine Reise von Sehenden in eine fremde, unbekannte Welt sein, obwohl sie mitten in unserer liegt. Eine Welt, von der uns nur ein Sinnesorgan trennt“, erklärt Eva Spreitzhofer, die für Buch und Regie verantwortlich zeichnet.

Andy Holzer ist der rote Faden dieses Films. „Wir werden von den Ausflügen ins Allgemeine immer wieder in das Dorf, in dem er lebt, und seinen Alltag zurückkehren“, so die Regisseurin.

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Andy Holzer bei einer Pressekonferenz vor Start der Mount Everest-Expedition im vergangenen April

„Unter Blinden“ behandelt Themen wie Fremdheit, die wir gegenüber „Andersartigen“ empfinden, die Frage der Inklusion und des Umgangs mit Behinderten in unserer Gesellschaft anhand von Andy Holzer und seiner – ebenfalls blinden – Schwester, deren unterschiedliche Sicht auf die Welt klar macht, dass es weder „die Blinden“ noch „die Sehenden“ gibt. „Im Film wird nicht in erster Linie über Einschränkung und Defizite von Blinden erzählt. Wir zeigen vielmehr Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben führen und deren Behinderung mehr in der Wahrnehmung der Sehenden stattfindet, als in ihrer eigenen“, so Eva Spreitzhofer zusammenfassend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Archiv Holzer, Osttirol heute/Mühlburger

11. Juli 2014 um