Firma Brüder Theurl nahm neue Sägelinie in Betrieb

Mit dem neuen Herzstück in der Produktion gehört die Firma Brüder Theurl GmbH in Assling europaweit zu den modernsten Hightech-Holzverarbeitungsbetrieben.

Hannes und Stefan Theurl führen den Familienbetrieb in Thal-Aue bereits in dritter Generation. Die beiden Cousins haben 1998 die Geschäftsanteile von ihren Vätern übernommen und sind seitdem Geschäftsführer, unterstützt werden sie von Prokurist MMag. Hannes Ganner. „Rund 85 Mio. Euro haben wir seit 2003 in unser Unternehmen investiert – ein Biomassekraftwerk, vier Trockenkammern, eine Sägehalle mit modernster Einschnitttechnik, ein Brettschichtholzwerk, ein leistungsfähiger Rundholzplatz und ein Kompetenzzentrum für den Abbundbereich wurden neu errichtet sowie die Schnittholzsortierung umgebaut und das Hobelwerk und die Kommissionshalle erneuert“, berichtete Stefan Theurl anlässlich der Inbetriebnahme der neuen Sägelinie.

Die Lehre zum Holztechniker, Metalltechniker und Elektrotechniker kann man im international tätigen Holzverarbeitungsbetrieb abschließen.

Die Lehre zum Holztechniker, Metalltechniker und Elektrotechniker kann man im international tätigen Holzverarbeitungsbetrieb abschließen.

„In den letzten drei Jahren haben wir mit einem Investitionsvolumen von 31 Mio. Euro die Anlagen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette erneuert, mit der neuen Sägelinie befinden wir uns auf dem Holzverarbeitungssektor europaweit an vorderster Front“, so Hannes Theurl. Er bezeichnet das Unternehmen als Leitbetrieb, bei dem Hightech auf Bodenständigkeit trifft. 61,5 Mio. Euro wurden im vergangenen Jahr umgesetzt, Kernmärkte sind Italien mit 49% und Österreich mit 29%. 19% des Umsatzes werden in Nordafrika und im Nahen Osten erzielt. „Wir konnten aufgrund der Stabilität und Finanzkraft unseres Unternehmens trotz allgemeiner Wirtschaftskrise kräftig investieren. Ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen in der Region ist uns besonders wichtig, und wir legen besonderen Wert darauf, dass von unseren Investitionen heimische Osttiroler Betriebe profitieren“, betonen die Geschäftsführer.

In der „Kommandozentrale" wird der Weg jedes Baustammes und Brettes am Bildschirm überwacht.

In der „Kommandozentrale“ wird der Weg jedes einzelnen Baumstammes und Brettes am Bildschirm überwacht.

Den Rohstoff Holz beziehen die Paradeunternehmer vor allem aus Osttirols Wäldern und dem angrenzenden Oberkärntner Raum. „Das langsame Wachstum und damit die besondere Struktur und Faser sind die wesentlichen Eigenheiten und besonderen Vorteile des südlich des Alpenhauptkammes gewachsenen Holzes“, erklärt Stefan Theurl. Die neue Sägelinie konnte in nur zwei Monaten errichtet werden. „Ermöglicht wurde dies durch den gleichzeitigen Einsatz von bis zu 150 Mitarbeitern, und die Witterung im Dezember und Jänner mit massiven Schneefällen war nicht selten eine größere Herausforderung“, blickt Hannes Theurl auf besonders ereignisreiche Wochen im Holzverarbeitungsbetrieb zurück.

Die Lehre bei Theurl bedeutet Ausbildung in einem Hightech-Unternehmen, das europaweit an der vordersten Front mitmischt.

Die Lehre bei Theurl bedeutet Ausbildung in einem Hightech-Unternehmen, das europaweit an der vordersten Front mitmischt.

Auch der Druck der Kunden, immer bessere Qualitäten zu einem günstigen Preis zu erzielen, stellt die innovativen Unternehmer vor immer neue Herausforderungen. „Nicht nur im betriebswirtschaftlichen, auch im technischen Bereich ist unser Betrieb ganz stark von den Ideen der Führungskräfte mitgeprägt. Wir benötigen MitarbeiterInnen, die die vollautomatisierten Prozesse, die über ein eigenes Rechenzentrum gesteuert werden, mit hoher Sachkompetenz steuern können. Dazu wollen wir in Zukunft auch verstärkt in die Ausbildung von Lehrlingen investieren“, so Stefan Theurl abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Michael Meyer www.michaelmeyer-foto.com

 

 

03. März 2014 um