Extreme Schneefälle: BH empfiehlt, daheim zu bleiben

Viele Straßen gesperrt, Lawinenabgänge, Kettenpflicht – BH hat Bezirkseinsatzleitung einberufen und empfiehlt, Autofahrten zu vermeiden und zu Hause zu bleiben.

Wegen der massiven Schneefälle in ganz Osttirol hat Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner die Bezirkseinsatzleitung einberufen. „Die Bevölkerung wird ersucht, nicht dringende Autofahrten zu verschieben und als Schutzmaßnahme, zu Hause zu bleiben“, so Reisner. Am Freitag, 31. Jänner 2014, ist um 8.30 Uhr die Bezirkseinsatzleitung in der BH zusammengetreten, um über weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu beraten. Polizeibesatzungen wurden in die Gemeinden Obertilliach, Prägraten, St. Jakob im Defereggental und Innervillgraten entsandt. Eine Abstimmung aller Maßnahmen ist mit den Blaulichtorganisationen, der TINETZ, dem Baubezirksamt, der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie den Gemeinden erfolgt.

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Das Bundesheer ist mit einem 70 Mann starken Lawineneinsatzzug in Bereitschaft versetzt. Weitere 170 nicht alpine Soldaten sind in Einsatzbereitschaft“, berichtet die Bezirkshauptfrau. Gesperrt sind im Wesentlichen die Villgrater Straße ab der Fa. EGO in Heinfels, die Straße in das Winkeltal, die Defereggentalstraße ab Huben, alle Gemeindestraßen in Obertilliach, die Gailtalstraße ab Obertilliach/Wacht, alle Gemeindestraßen in Assling und die Pustertaler Höhenstraße.

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Kettenpflicht herrscht im Pustertal auf der B 100 ab Heising bis zur Staatsgrenze, auf der B 107 Glocknerstraße ab Kreisverkehr Stribach Richtung Iselsberg und auf der Felbertauern-Ersatzstraße. „Auch mit der Felbertauernstraße AG sind wir ständig in Kontakt“, so die Bezirkshauptfrau. Im Villgratental ist laut Lagebericht der BH eine Lawine im Bereich Lifter abgegangen und eine Person verschüttet worden. Auch im Gemeindegebiet von St. Veit i.Def. ist im Bereich östlich der Mellitzgalerie eine Lawine abgegangen und hat die Straße auf eine Länge von 7 bis 8 Metern verschüttet.

Am Freitagvormittag wurde bekannt, dass der in Innervillgraten Verschüttete nur noch tot geborgen werden konnte. Es handelt sich um den Fahrer eines Räumfahrzeuges. Um 8.48 Uhr meldete die Leitstelle Tirol, dass eine Person in den Zauchenbach in der Gemeinde Thurn gestürzt ist. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Informationen über die aktuelle Lage auf der Homepage der BH Lienz

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Stefan Tschapeller, Brunner Images

 

 

31. Januar 2014 um