Schutzverbauung verhinderte Felssturz
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat sich im Bereich Böslahner im Matreier Ortsteil Huben oberhalb der Gemeindestraße und der L 25 Defereggentalstraße ein Felssturz ereignet.
Das Steinschlagschutznetz der Schutzverbauung verhinderte, dass der sechs Kubikmeter große Felsblock auf die darunterliegende Gemeinde- und Landesstraße fiel. „Die Steinschlagschutzverbauung hat ihre Funktion bewiesen und damit Schäden an Personen und der Infrastruktur verhindert. Die Straße ist gefahrlos befahrbar“, zeigt man sich von Expertenseite erleichtert. Beim betroffenen Straßenabschnitt wird seit 2010 an einer umfassenden Schutzverbauung gearbeitet. Die Kosten für das gesamte Schutzprojekt der Wildbach- und Lawinenverbauung in diesem Bereich belaufen sich auf fünf Millionen Euro. Der sechs Kubikmeter große Einzelblock sowie mehrere kleinere Blöcke sind 300 Meter oberhalb der Straße ausgebrochen. Grund dafür dürften die Feuchtigkeit und der Frost-Tau-Wechsel der vergangenen Tage gewesen sein.
Das abgebrochene Gestein hat zwei bestehende Lawinenschutzbauten und den Schutzwald durchschlagen, bis es vom Steinschlagschutznetz aufgefangen wurde. Vertreter der Landesstraßenverwaltung, der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Marktgemeinde Matrei i. O. haben die Abbruchstelle am Samstagvormittag, 23.11., wenige Stunden nach dem Ereignis begangen. Die Experten sind sich einig: Das Netz ist nach wie vor schutzwirksam. Zwar wurden einige Bremselemente der seitlichen und hangseitigen Abspannseile ausgelöst, was aber keinen negativen Einfluss auf die Schutzwirksamkeit hat. Bereits am Montag, 25.11., wird die Wildbach- und Lawinenverbauung die Abbruchstelle beräumen, die Felsblöcke aus dem Netz entfernen und die Bremselemente und Drahtgeflechtauflage erneuern.
Text: Redaktion, Fotos: Land Tirol/Baubezirksamt Lienz
