Dr. Andreas Ermacora bleibt Alpenvereins-Präsident

Rund 500 Delegierte der österreichischen Alpenvereins-Sektionen wählten am 19. Oktober 2013 Dr. Andreas Ermacora für weitere zwei Jahre zu ihrem Präsidenten.

Die Hauptversammlung ist das wichtigste Gremium des Österreichischen Alpenvereins (OeAV). Die Sitzung mit Sektions-Vertretern aus ganz Österreich fand heuer in Dornbirn statt. Nachdem Dr. Christian Wadsack aus der Steiermark sein Amt mit Ende 2012 zurückgelegt hatte, übernahm der Innsbrucker Rechtsanwalt Dr. Andreas Ermacora die ehrenamtliche Führung des mit 450 000 Mitgliedern größten Bergsportvereins in Österreich. Bei der diesjährigen Hauptversammlung wurde Ermacora einstimmig zum Präsidenten gewählt. Sein Vater Dr. Felix Ermacora stand dem OeAV von 1968 bis 1971 als Erster Vorsitzender vor.

Sechs Bergretter wurden mit dem „Grünen Kreuz“ ausgezeichnet: v.l.n.r. Helmut Entner, Josef Bachmair, Ing. Rainer Göschl, Präsident Dr. Andreas Ermacora, Michael Kohlhofer-Feichter, Toni Hölzl und Georg Eberhard.

Sechs Bergretter wurden mit dem „Grünen Kreuz“ ausgezeichnet: v.l.n.r. Helmut Entner, Josef Bachmair, Ing. Rainer Göschl, Präsident Dr. Andreas Ermacora, Michael Kohlhofer-Feichter, Toni Hölzl und Georg Eberhard.

Nach der erfolgreichen Kampagne zur Erhöhung der öffentlichen Förderungen für alpine Wege und Schutzhütten will sich der Präsident für eine gesetzliche Absicherung dieser Mittel für die alpine Infrastruktur einsetzen. Außerdem will er in den nächsten Jahren die gesundheitsfördernde Wirkung des Bergsports noch bekannter machen. „Kaum eine Tätigkeit hat einen positiveren Effekt auf Körper und Geist als die Bewegung in den Bergen und in der Natur. Der Alpenverein schafft mit der Infrastruktur, mit seinem umfassenden Freizeitangebot und Einsatz für den Naturraum die Basis für den Bergsport“, so Ermacora. Er will das Thema auch aus volkswirtschaftlicher Sicht betrachten, weil „Gesundheitsbewusstsein und Freude an der Bewegung auch unserer Gesellschaft einen völlig neuen Auftrieb geben können“

Die Wolayerseehütte auf 1 960 Metern Seehöhe am Karnischen Hauptkamm in Kärnten wurde mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet.

Die Wolayerseehütte auf 1 960 Metern Seehöhe am Karnischen Hauptkamm in Kärnten wurde mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet.

Für ihre außergewöhnlichen Leistungen um das Bergrettungs-Wesen wurden sechs Bergretter im Rahmen der Hauptversammlung im Kulturhaus von Dornbirn mit dem „Grünen Kreuz“ ausgezeichnet – Ing. Rainer Wolfgang Göschl und Michael Kohlhofer-Feichter vom Alpinen Rettungsdienst Gesäuse (Steiermark), Josef Bachmair und Georg Eberhard von der Bergrettung Krimml (Salzburg), Toni Hölzl von der Bergrettung Neukirchen am Großvenediger (Salzburg) und Helmut Entner von der Bergrettung Rankweil (Vorarlberg). Die Adamekhütte im Dachsteingebirge, die Ybbstalerhütte in den Ybbstaler Alpen, das Anton-Karg-Haus im Kaisergebirge und die Wolayerseehütte am Karnischen Hauptkamm erhielten das Umweltgütesiegel. „Diese Auszeichnung setzt ein starkes Engagement der Wirtsleute in der Betriebsführung voraus. Umweltschutz-Maßnahmen und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen bedeuten für Sektionen und Wirte einen großen finanziellen und zeitlichen Aufwand“, lobte Vize-Präsident DI Helmut Ohnmacht die Verantwortlichen für die ausgezeichneten Hütten.

Text: Redaktion, Fotos: OeAV/Freudenthaler, Benedikter; AV Austria/Ortner

21. Oktober 2013 um