Internationaler Bartgeierzähltag am 12. Okt.

Am traditionellen Zähltag sind Menschen alpenweit aufgerufen, den aktuellen Bestand zu erheben. In den Hohen Tauern werden die Greifvögel häufig gesichtet.

1986 wurde der erste junge Bartgeier im Rauris freigelassen, und bis heute konnten in den Alpen insgesamt 197 Geier aus Nachzuchten ebenfalls in die Freiheit entlassen werden. Die erste Brut gelang Ende der 90er-Jahre in den französischen Alpen und es folgten noch weitere 108 Jungenaufzuchten im Freiland.

Seit 2001 brüten Bartgeier im Nationalpark Hohe Tauern, seit 2010 sehr erfolgreich. Die jungen Greifvögel ziehen quer durch die Alpen und legen dabei hunderte Kilometer pro Tag zurück. Erst im Alter von drei bis vier Jahren suchen sie sich dann ein Revier. Bartgeier längerfristig zu verfolgen ist selbst mit moderner Technologie sehr schwierig, weshalb das internationale Bartgeierprojekt auf Mithilfe angewiesen ist.

Bartgeier sind meist in Gebieten oberhalb der Waldgrenze zu beobachten und aufgrund ihrer Spannweite von fast drei Metern und ihren schmalen, spitz zulaufenden Schwingen sowie ihres keilförmigen Schwanzes einfach zu erkennen. Die besten Gebiete, solch ein Tier zu sichten, sind in Osttirol bekanntlich die Hohen Tauern. Jede einzelne Beobachtung trägt dazu bei, einen besseren Überblick über den österreichischen Bestand zu erhalten.

Hinweise auf neue Reviere sind daher am 12. Oktober, dem Internationalen Bartgeierzähltag, besonders erwünscht. Sichtungen können unter 0664-1417429 oder unter bartgeier@gmx.at gemeldet werden.

Text: Redaktion, Foto: NPHT/M.Knollseisen

08. Oktober 2013 um