Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung

Menschen mit besonderen Bedürfnissen bestmöglich zu unterstützen und als ihr Sprachrohr zu fungieren – das ist das Ziel des neuen Behindertenbeirates.

„Mit der Gründung eines Behindertenbeirates der Stadt Lienz leisten wir einen weiteren, wesentlichen Beitrag zu Chancengleichheit und Barrierefreiheit und möchten damit den besonderen Anforderungen von Menschen mit Behinderungen Respekt zollen“, meint Christl Rennhofer, Geschäftsstellenleitung der Selbsthilfe Osttirol, der vor allem die Überparteilichkeit dieses Beratungsgremiums wichtig ist.

Deshalb regte sie nach 1½-jähriger Recherche und positiven Gesprächen mit Sozialausschuss-Obmann Charly Kashofer und Bgm. Dipl.-Ing. Elisabeth Blanik, das Gremium zur Installierung an. Der Behindertenbeirat soll als beratendes Forum zur Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen in Lienz tätig sein.

Der Sozialausschuss beschloss einstimmig die Gründung des Gremiums, welches sich aus sechs Betroffenen sowie sechs Organisationen – Lebenshilfe, Selbsthilfe, Blinden- und Sehbehindertenverband, Zivil-Invalidenverband, Aufbauwerk der Jugend und Behindertensport – zusammensetzen wird, denn Menschen mit Behinderung können für sich selbst sprechen. Sie brauchen keine „Fürsorge“, sie treffen ihre Entscheidungen selbst. Ebenso werden drei Vertreter der Gemeinde, ein Experte des Bauamtes, ein Rechtsexperte und ein Mitglied des Sozialausschusses, mitwirken, um Barrieren auf allen Ebenen abzubauen und die Integration von Menschen mit Behinderung zu verbessern.

Die Aufgabenschwerpunkte des Behindertenbeirates liegen in der Schaffung von Rahmenbedingungen für die gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben: Arbeit, Bildung, Kultur, Bauen und Wohnen, Freizeit, Verkehr, Gesundheit, Kommunikation, Sport …, um die Würde jedes einzelnen Menschen zu sichern.

„Wir wollen zu einem neuen Miteinander beitragen, d.h. wir wollen die Barrieren in den Köpfen der Menschen abbauen, um einen Umgang zu verwirklichen, der geprägt ist von Einfühlung, Toleranz und gegenseitigem Respekt“, so Christl Rennhofer.

Text: Redaktion, Foto: Journal/Sulzenbacher

03. Oktober 2013 um